Zukunft

140 000 Winterthurer

Die Stadt legt los mit der Test­planung «Winterthur 2040». Zwei Expertenteams denken jeweils gut ein Jahr lang über die Stadt der Zukunft nach.

Winterthur hat gemäss Zukunftsplanern noch Reserven und damit Wachstumspotential.

Winterthur hat gemäss Zukunftsplanern noch Reserven und damit Wachstumspotential. Bild: Marc Dahinden

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Wenn es um Stadtplanung ging, konzentrierte sich der Winterthurer Stadtrat in den letzten Jahren vor allem auf die zwei grossen Entwicklungsgebiete Neuhegi-Grüze und Lokstadt (Werk 1). Eine kohärente langfristige Entwicklungsstrategie für die ganze Stadt fehlte aber bisher, schreibt der Stadtrat in seiner gestrigen Medienmitteilung. Das soll sich nun ändern. Das Amt für Städtebau und die Stadtentwicklung sollen gemeinsam «Winterthur 2040» entwickeln.

Knappes Budget für Experten

Dafür wurden externe Experten beauftragt, bis im Frühling 2019 Pläne und Handlungsempfehlungen für den Stadtrat auszuarbeiten. Es handelt sich um zwei interdisziplinäre Teams, die jeweils aus Experten der Fachgebiete Städtebau, Freiraum, Verkehr, Soziologie und Wirtschaft bestehen. Sie sollen untersuchen, wie und wo Winterthur wachsen kann und trotzdem lebenswert bleibt.

Die gesprochenen Mittel sind relativ knapp: Jeweils 80 000 Franken stehen pro Team zur Verfügung. Andere Schweizer Städte liessen sich die Zukunftsplanung ein Vielfaches kosten.

Pläne oder eine «Toolbox»?

Der Prozess ist bereits im Gange. Aus zahlreichen Bewerbern wurden zwei Teams ausgewählt, die nach mehrmonatigen Vorbereitungen letzte Woche den ersten von vier Workshops durchführten. Im Vorfeld verschafften sie sich einen Überblick über die zahlreichen vorhandenen Planungen der Stadt. Später im Prozess sollen sie auch eigene Ideen und Visionen einbringen.

Was als Ergebnis herausschaut, ist offen. «Es werden Pläne dabei sein, es kann aber auch eine Toolbox sein, also ein Werkzeugkasten mit Strategien und Rezepten, wie der Stadtrat auf Herausforderungen reagieren kann», sagt Stadtbaumeister Jens Andersen.

Die Praktiker dürfen mitreden

Damit die Planer nicht an den Bedürfnissen der Praxis vorbeiplanen, gibt es ein Begleitgremium, in dem Vertreter von Stadt, ­Region und Kanton sitzen. Und auch die Bevölkerung soll eingebunden werden: Das Forum Architektur organisiert mehrere Anlässe, sogenannte Stadtwerkstätten, in denen die Vorschläge der Planer vorgestellt werden und diskutiert werden können.

Stadtbaumeister Andersen sagt, man halte sich an die Prognosen des Kantons und des Bundes, die für Winterthur bis 2040 ein Potenzial von 130 000 bis 140 000 Einwohnern sehen. Grosse Gebiete einzonen müsse man dafür nicht, das Stadtgebiet verfüge über genügend innere Reserven. Ein besonders spannendes Gebiet ist etwa das SBB-Gleisareal Vogelsang.

(Der Landbote)

Erstellt: 14.12.2017, 17:44 Uhr

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