Winterthur

20 Bahnhöfe sind noch immer nicht behindertengerecht

In Winterthur und Umgebung sind bis heute viele Bahnhöfe nach wie vor nicht behindertenkonform umgebaut. Klar ist jetzt: Die SBB wird bei mindestens drei auch die gesetzliche Frist verpassen – und bei vier Bahnhöfen wird gar nichts gemacht.

Der Bahnhof Thalheim-Altikon wird nicht behindertengerecht umgebaut werden.

Der Bahnhof Thalheim-Altikon wird nicht behindertengerecht umgebaut werden. Bild: Marc Dahinden

Die Vorgabe klang im Jahr 2003 komfortabel: 20 Jahre haben die Schweizer ÖV-Anbieter Zeit, um ihre Bahnhöfe und Bushaltestellen behindertenkonform umzubauen. So sieht es das Behindertengleichstellungsgesetz vor. Um die Frist einhalten zu können müssten auch die SBB-Bahnhöfe bis 2023 so angepasst werden, dass sie spätestens ab dann auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität «hindernisfrei, autonom und spontan» benützbar sind.

Übersicht Stand Behindertengleichstellungsgesetz bei den Bahnhöfen. Für eine seitenfüllende Ansicht klicken Sie hier... Karte: SBB/PD

Doch jetzt ist klar: Die SBB als Bauherrin hat in einigen Fällen Verspätung – und erachtet den Umbau mancher Bahnhöfe gar als «nicht verhältnismässig». Das zeigt ein am Donnerstag präsentierter Bericht des Bundesamtes für Verkehr (BAV) und der SBB.

Bahnhöfe ohne Anpassungen

Klar ist nun, dass im Bezirk Andelfingen vier Bahnhöfe nicht behindertengerecht umgebaut werden: Thalheim-Altikon, Feuerthalen, Langwiesen und Schloss Laufen am Rheinfall. SBB-Sprecher Oli Dischoe gibt in diesem Zusammenhang allerdings nur eine allgemeine Erklärung ab: «An gewissen Bahnhöfen wären bauliche Lösungen nur mit unverhältnismässig grossem finanziellen Aufwand realisierbar.» Er verweist dabei auf das Behindertengleichstellungsgesetz, das solche Ausnahmen unter bestimmten Voraussetzungen zulasse.

Unzulässig ist hingegen, dass die SBB, wie im Fall der Bahnhöfe Winterthur Töss (2028), Ossingen (2026) und Kemptthal (2026), die gesetzliche Frist für die behindertenfreundlichen Umbauten verpasst. Bekannt ist auch, dass bei 13 weiteren Bahnhöfen in Winterthur und Umgebung ebenfalls noch keine behindertenkonforme Anpassungen gemacht wurden.

(Landbote)

Erstellt: 06.12.2018, 16:35 Uhr

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