Zum Hauptinhalt springen

«40 Franken pro Velo, ab 100 Stück»

Die meisten der rund 12 000 O-Bikes in der Schweiz wurden inzwischen verschrottet oder rollen im Ausland weiter. Von den zwei grössten Lagern, beide in Winterthur, wurde aber erst eines geleert, das in Hegi.

Rosten noch immer stapelweise vor sich hin und warten auf einen Käufer: Die in Töss gelagerten O-Bikes.
Rosten noch immer stapelweise vor sich hin und warten auf einen Käufer: Die in Töss gelagerten O-Bikes.
Till Hirsekorn

An Veloständern sieht man die gelb-silbrigen Eingänger heute nur noch vereinzelt herumstehen, auch in Winterthur. Das Singapurer Bike-Sharing-Unternehmen O-Bike hat sich im Sommer rein operativ aus praktisch allen europäischen Ländern zurückgezogen – allerdings ohne richtig aufgeräumt zu haben.

Gegen 50 000 Billig-Velos blieben zurück, Tausende davon ungebraucht in Lagerhallen. Nach dem Aus von O-Bike, das auch in Singapur Konkurs anmeldete, wurden die gelb-silbrigen Eingänger an Private in ganz Europa verscherbelt. Übernommen hat dies zu einem grossen Teil ein Kleinunternehmer aus Märstetten TG. Firat Kutal (34) führt dort eine Umzugs- und Reinigungsfirma. Für O-Bike hatte er nebenher als Logistiker gearbeitet, in Österreich und der Schweiz: Lagerhallen angemietet, Velos verfrachtet und die defekten wieder eingesammelt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.