Winterthur

76 neue Sitzbänkli für die Altstadt

Der Zeitpunkt ist zufällig, aber sehr effektvoll: Die City-Vereinigung Junge Altstadt stellt 76 Bänkli auf – gerade jetzt, wo die Stadt anderswo Sitzbänke demontiert.

Dieses Bankdesign ist bereits bekannt, vom Test in einem Sportgeschäft.

Dieses Bankdesign ist bereits bekannt, vom Test in einem Sportgeschäft. Bild: zvg

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Heinz Schudel schmunzelt: Er weiss, dass diese Aktion im richtigen Moment kommt. Aber der Geschäftsführer der Jungen Altstadt gibt auch zu: «Geplant war das nicht. Es ist Zufall, dass gerade jetzt die Stadt in die Schlagzeilen kam wegen der abmontierten Bänkli.» Schudels Aktion hatte auch eine lange Vorlaufzeit. Vor drei Jahren hatten er und der Präsident Remo Cozzio die Idee, die schon in Schaffhausen gut angekommen war: individuell gestaltete Sitzbänke in der Altstadt aufzustellen wie weiland die Plastikkühe in Zürich. Vor einem Jahr präsentierte er den Ladengeschäften den Rohling einer solchen Sitzbank, und an der Generalversammlung vor zwei Tagen stellte er Details der Aktion vor.

Rohling und dann Gestaltung

60 Bänkli zu verkaufen, war das Ziel, effektiv gingen dann 76 weg. Es sind Ladengeschäfte, Banken, Private und Vereine, die sich für diese Aktion erwärmten. Sie kauften (für 880 Franken) einen Rohling, der von der Kistenfabrik Wegmüller in Sulz gefertigt wurde, und liessen diesen von Künstlern, Kindern oder Mitarbeitern verändern und bemalen. Die unterschiedlichsten Sitzbänke entstanden so: Schatztruhe und Stadtansicht, Kunst bis Klamauk, witzig oder weniger, aber mit Sicherheit ist jede Bank ein Unikat.

Mehr will Heinz Schudel noch nicht verraten, denn die offizielle Präsentation ist erst am 6. Mai. Dann werden alle 76 Bänkli aufgestellt sein, gruppiert an einigen Orten in der Altstadt: auf dem Kirchplatz etwa, dem Neumarkt, in der Steinberggasse, beim Casinotheater und der Alten Kaserne.

Auch die Stadt kaufte Bänkli

Polizeilich bewilligt sind die Sommerbänkli bis Oktober, doch müssen sie Schudels Leute mehrmals ab- und wieder aufbauen: für die Afro-Pfingsten, am Albanifest und für die Musikfestwochen. «Der Aufwand ist relativ gross», sagt Schudel, er will das aber nicht als Kritik verstanden wissen. Im Gegenteil: Man komme gut aus mit der Stadt. So gut, dass sich mehrere städtische Betriebe und Ämter mit eigenen Bänkli präsentieren werden.

Wenn der Sommer vorbei ist und die Bänke ihn schadlos überstanden haben, werden selbige versteigert: am 30. September im Graben und online im Netz. Der Erlös fliesst der Krebsliga (die selber an der Aktion mitmacht), der Stiftung Wunderlampe und der Brühlgut-Stiftung zu. (mgm)

Erstellt: 05.04.2017, 18:48 Uhr

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