Winterthur

Positive Perspektive vieler Firmenchefs

Die Firmen aus Stadt und Region beurteilen die Aussichten so gut wie seit Jahren nicht mehr. Laut einer Befragung durch das Standortmarketing erwarten viele höhere Umsätze, manche denken auch an Personalausbau.

An der Umfrage von «House of Winterthur» haben 390 von 1544 angeschriebenen Unternehmen aus Stadt und Region Winterthur teilgenommen. Bild: zvg

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Die Pfannenfirma Kuhn Rikon im Tösstal ist eines der 390 Unternehmen, das auf die Umfrage der Standortförderung «House of Winterthur» reagiert hat. Und ein gutes Beispiel für die Befindlichkeit der regionalen Wirtschaft. «Unter schwierigen Rahmenbedingungen» entwickle sich das Geschäft über alles gesehen gut, sagt Daniel Obrist, der Finanzverantwortliche bei Kuhn. Die Märkte seien unterschiedlich: «USA und Asien sind unsere Sorgenkinder, aber in Spanien läufts sehr gut, auch in Deutschland, Frankreich und der Schweiz sind wir gut unterwegs.» Man rechne damit, die Budgetziele zu erreichen.

Grosse Investition in Rikon

Und wie zum Beweis, dass der Standort im Tösstal eine Zukunft habe, führt Obrist eine Investition von knapp 2 Millionen Franken ins Feld. Gerade eben wurde die neue Produktionsanlage geliefert, um Deckel, Bratpfannen und Woks herzustellen: «In drei Wochen nehmen wir sie in Betrieb.» Die Einschätzung von Kuhn Rikon deckt sich mit den Perspektiven anderer Firmen der Region.

Jeder zweite Chef in Jubellaune

55 Prozent der Firmenchefs, die an der Befragung der Stadtortförderung teilgenommen haben, erwarten dieses Jahr einen höheren Umsatz. Verglichen mit der letzten Befragung im Sommer 2017 ist das nochmals eine markante Verbesserung, damals hofften 48 Prozent auf steigende Umsätze.

«Wir investieren im Moment 2 Millionen Franken in eine neue Produktionsanlage. In drei Wochen nehmen wir sie in Betrieb.»Daniel Obrist, CFO Kuhn Rikon

Diese Erwartung widerspiegelt sich auch in anderen Ergebnissen der Befragung: Etwa jede dritte Firma plant Investitionen, jede fünfte will den Personalbestand ausbauen; wogegen nur 8 Prozent der Unternehmen einen Personalabbau in Betracht ziehen. Bei Kuhn Rikon rechnet man mit stabilem Personalbestand: 185 Mitarbeitende hat die Firma landesweit, wovon 130 in Rikon selbst.

Der Frankenschock ist verdaut

Die Zahlen der jüngsten Befragung machte «House of Winterthur» gestern publik. Gut 1500 Firmen wurden angeschrieben, ein Viertel von ihnen hat geantwortet, vom Einmannbudeli bis zu international tätigen Unternehmen wie Zimmer Biomed oder Axa in der Stadt, Hug Engineering oder Kuhn Rikon in der Region. Eine Rücklaufquote von 25 Prozent sei «beachtlich», findet die Standortförderung selber.

Beachtlich ist auch die Entwicklung des regionalen so genannten Geschäftsklimaindexes: Die Baisse nach dem Frankenschock 2015 scheint definitiv überwunden zu sein, der Wert liegt mit 4.43 wieder dort, wo er vor vier Jahren lag. 6 wäre das Maximum, auf 3,74 war der Index 2015 gesunken. (Landbote)

Erstellt: 13.02.2018, 11:36 Uhr

Umfrage

An der Umfrage haben sich 390 von 1544 angeschriebenen Unternehmen aus Stadt und Region Winterthur beteiligt (Rücklaufquote 25,3 Prozent).

«House of Winterthur» (früher Standortförderung Region Winterthur) führt die Unternehmensbefragung halbjährlich seit 2012 durch. Sie dient als Instrument, um in der
lokalen und regionalen Wirtschaft den Puls zu fühlen.

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