Wahlpanne

«Ärgerlich und nicht gut fürs Vertrauen»

Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) musste am Mittwoch erneut einen Fehler im Wahlprozedere eingestehen: 800 Personen, die nicht stimmberechtigt sind, bekamen die Unterlagen zugeschickt.

Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) zur neusten Wahlpanne: «Es ist ein Problem an der Schnittstelle Technik - Mensch.»

Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) zur neusten Wahlpanne: «Es ist ein Problem an der Schnittstelle Technik - Mensch.» Bild: Marc Dahinden

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Sie mussten gestern die dritte Panne in diesem Jahr kommunizieren; wie fühlt man sich da?
Michael Künzle: Das ist erneut ein sehr ärgerlicher Vorfall und nicht gerade vertrauensfördernd, das muss ich zugeben. Es ist aber ein Fehler passiert, der nicht mit den Fehlern im März verglichen werden kann. Es ist fast wie bei Murphy’s Law. Es hat uns wieder erwischt – an einem ganz anderen Ort. Und natürlich setzen wir alles daran, dass das nicht nochmals passiert.

Aus anderen Städten hört man nicht von derart vielen Pannen. Müsste man nicht spätestens jetzt eine Taskforce einsetzen, die alle Abläufe und möglichen Fehlerquellen im Abstimmungsprozedere analysiert?
Dieser neue Fall ist eine Besonderheit. Laut unseren Fachleuten gab es noch nie die Situation, dass in einigen Kreisen zweite Wahlgänge für die Kirchenpflegen stattfinden und in anderen nicht.

Das gab es wirklich noch nie?
Noch nie mit den Instrumenten, die wir heute haben. Es ist ein Problem an der Schnittstelle Technik - Mensch. Deshalb muss man nun das Ganze anschauen und das System so übersteuern, dass keine Fehler passieren, wenn ein solcher Fall vorliegt.

Was heisst in diesem Zusammenhang System und Schnittstelle Technik - Mensch? Reden wir von einem Computersystem?
Genau. Man müsste bei diesem System eingeben können: Diese vier Kreise haben Wahlen und die anderen drei keine. Der Mensch muss das erkennen und dann das System übersteuern. Wir sind mit den Systembetreibern dran.

Die Abstimmungen am 10. Juni finden aber planmässig statt?
Ja, wir haben die Namen aller 800 Personen und schreiben sie an: Sie sollen die Unterlagen zurückschicken. Und wir schauen in den drei Stadtkreisen, dass keiner abstimmen geht, der nicht darf. Wir haben auch explizit darauf hingewiesen, dass sich strafbar macht, wer trotzdem abstimmt.

Der Stadt passiert ein Fehler, und die Bürger werden ermahnt . . .
Auch hier ist Eigenverantwortung nötig. Wer einen Stimmzettel bekommt, aber nicht stimmberechtigt ist, darf nicht abstimmen, so ist es. (Landbote)

Erstellt: 17.05.2018, 08:24 Uhr

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