Winterthur

And the Winner is... Hobi Wohnschreinerei

Grosse Emotionen am «Gewerbe-Oscar», es gab auch ein paar Tränen – aber nicht von den glücklichen Gewinnern.

Ruedi und Edith Hobi haben ihr Geschäft seit 1989 aufgebaut - am Mittwochabend gab es auf der Bühne des Casinotheaters den 11. KMU-Max für ein vorbildliches Unternehmen, überreicht von Christian Modl und Karin Leuch.

Ruedi und Edith Hobi haben ihr Geschäft seit 1989 aufgebaut - am Mittwochabend gab es auf der Bühne des Casinotheaters den 11. KMU-Max für ein vorbildliches Unternehmen, überreicht von Christian Modl und Karin Leuch. Bild: Nathalie Guinand

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Zum ersten Mal seit fünf Jahren geht der KMU-Max wieder an ein Unternehmen ausserhalb des Stadtgebiets: In Oberohringen liegt die Hobi Wohnschreinerei. Ruedi und Edith Hobi haben sie 1989 gegründet, heute beschäftigt das KMU im dreistöckigen Möbelhaus und der angrenzenden Schreinerwerkstatt 14 Mitarbeiter. Die Spezialität: Möbel ganz nach Kundenwunsch.

Bevor die Hobis gestern Abend auf der Bühne des Casinotheaters die eiserne KMU-Max-Trophäe (die elfte ihrer Art) in die Luft stemmen konnten, hatten sie einen langen Auswahlprozess überstanden: Aus über hundert Bewerberfirmen schafften sie es unter die besten sieben. Im Publikumsvoting sammelten sie – auch mithilfe von Schoggikäfern an der Wohga-Messe – die nötigen Publikumsstimmen für den Final. Und überzeugten die Jury.

Coolness – und ein Kuss

Dafür gabs goldenen Konfettiregen und einen tosenden Applaus von den über 300 Galagästen. Ruedi und Edith Hobi, seit ihrer Lehrzeit ein Paar, nahmen sich in den Arm und küssten sich. Die Siegesrede blieb aber ganz cool: «Ein bisschen damit gerechnet haben wir schon», sagte Edith Hobi. «Das darf man ja, wenn man im Final steht.»

Da ist das Ding. Ruedi Hobi mit dem MAX. Bild: nag

Auf die Ehrenplätze verwiesen wurden Mohr Schöner Leben aus Seuzach und das Sanitär-, Spengler- und Heizungsunternehmen Lyrenmann aus Veltheim. Beide hatten mit innovativen Ideen gepunktet – mit Night-Shopping für Freundinnen etwa oder mit einer Dach-Begutachtung per Drohne.

Präsidiales Leiterli-Spiel

Das eingespielte Moderatorenpaar Christian Modl, Geschäftsführer des KMU-Verbands, und Karin Leuch, Medienmacherin und Vorstandsmitglied, war, wie immer, zu Spässchen aufgelegt und scheuchte im Rahmen seiner rund zweistündigen Show den abtretenden Präsidenten Christof Hasler und seine Nachfolgerin Désirée Schiess in einem «Leiterli-Spiel» mit Quizfragen eine Klappleiter hoch und runter.

Karin Leuch und Christian Modl führten einmal mehr durch den Abend. Bild: nag

Die offizielle Amtsübergabe hatte im Rahmen der Generalversammlung des KMU-Verbands schon am frühen Abend stattgefunden. Dort wurde Christof Hasler mit tosendem Applaus verabschiedet. «Er hinterlässt sehr grosse Fussabdrücke», lobte seine Nachfolgerin, «denn er war nicht nur fachlich, sondern auch menschlich ein sehr beliebter Ansprechpartner.»

Viel Ehre für Christof Hasler

Per Video grüssten an der Max-Gala die Granden der Winterthurer Wirtschaft und Politik den beliebten Unternehmer. Karin Leuch kamen auf der grossen Casinobühne sogar ein paar Tränen, als sie Christof Hasler verabschiedete. Er revanchierte sich, indem er ihr für ihr zehnjähriges Engagement beim KMU-Max eine kleine Version der Statue überreichte.

Aus dem Vorstand verabschiedet wurde ausserdem Peter Uhlmann, der seit 2005 tätig war, und der Verband ernannte zwei neue Ehrenmitglieder, nämlich den abtretenden Präsidenten Christof Hasler und den Gemüseproduzenten und früheren SVP-Gemeinderat Christian Achermann. Und noch eine Personalie gab Désirée Schiess bekannt: Bei der Stadtrats-Ersatzwahl am 7. Juli unterstützt der KMU-Verband die GLP-Kandidatin Annetta Steiner, ein Mitglied.

Das Preisgeld geht nach Nepal

Doch zurück zum Ehepaar Hobi. Es will die 3000 Franken Preisgeld, die traditionell einem guten Zweck gestiftet werden, an Edith Hobis Pflegeschwester Andrea Rubin weitergeben, die in Indien und Nepal für das Hilfswerk Hope Is Life aktiv ist, das Kindern und Erwachsenen hilft. Es ist das erste Mal, dass das Preisgeld ins Ausland fliesst. Rubin ist im Juni in Winterthur und berichtet über ihre Arbeit.

Ob es in der Wohnschreinerei in Oberohringen noch eine Siegesfeier gibt, wissen die Hobis noch nicht. «Planen konnten wir ja nicht damit», sagt Ruedi Hobi. Doch für die Statue werde man in den Ausstellungsräumen «ein prominentes Plätzchen» finden, versichert Edith Hobi. (Landbote)

Erstellt: 15.05.2019, 23:24 Uhr

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