Kommentar

Bekenntnis zur Ener­gie­wende

Mirjam Fonti, Redaktorin Stadt zum Ausgang der Abstimmung über das Energie-Contracting.

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Das Ja der Stimmberechtigten zum Ener­gie­-Contracting ist erneut deutlich ausgefallen. Das Volk hat anerkannt, dass die Stadt mit dieser Vorlage fast nur gewinnen kann. Winterthur erzielt Klimafortschritt, ohne Steuer- oder ­Gebührengeld investieren zu müssen. Im Gegenteil. Das Geld wird verzinst und die Stadt darf sogar damit rechnen, dass aus den Erträgen Geld in die Kasse fliesst. Und man spart Treibhausgas ein, dank der Nutzung von Holz aus dem Stadtwald und von Grundwasserwärme – Rohstoffe, die in Winterthur aus­reichend verfügbar sind.

Nicht verhehlen lässt sich, dass die Zustimmung noch vor drei Jahren grösser war. Doch wenn man die düstere Finanzlage der Stadt bedenkt und den hohen Kreditbetrag sieht, ist eine Zustimmung von 70 Prozent ein ­erfreuliches Zeichen. Es zeigt, dass es dem Stimmvolk ernst ist mit der Ener­gie­wende und dass es sich nicht blenden lässt. Die Gegnerschaft sprach von riskanten Projekten. Tatsächlich investiert Stadtwerk aber beim Ener­gie­-Contracting in bewährte Technologien und wagt, anders als bei Biorender oder beim Offshore-Windpark Ocean Breeze, keine Experimente.

Ob 70 oder 80 Prozent – beim Ener­gie­-Contracting hatte ­bisher das Volk das letzte Wort. Wird die geplante Verselbstständigung Stadtwerk ­Tatsache, entfällt dieses Recht. Das letzte Wort hat dann die Stadtwerk-Führung.

Erstellt: 15.06.2015, 09:38 Uhr

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