Töss

Das Dättnau feiert mit Schindeln und viel Musik

Das Dättnau ist dieses Wochenende eine Festhütte. Gäste sind willkommen.

Sie gehören definitiv zum Dättnau: Die Hornusser.

Sie gehören definitiv zum Dättnau: Die Hornusser. Bild: uk

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Was muss man tun, um Leute von der Stadt unten ins Dättnau zu locken? Den Weiher zum Baden freigeben, das wäre eine gute Idee. Ist aber kaum praktikabel, weil: Naturschutzgebiet. Und sowieso: Auf mehr Verkehr kann man im Dättnau gut verzichten. Also organisiert man ein Fest. «Euses Fäscht» heisst es, aber das dürfe man nicht als Unhöflichkeit gegenüber den Leuten aus der Stadt verstehen. «Alle sind willkommen», beteuert Renata Tschudi, die Präsidentin des Quartiervereins Dättnau-Steig. Besonders gerne gesehen sind jene, die im Bus anreisen (Stichwort Verkehr, siehe oben).

Das Schulhaus im Zentrum

Zwei Gründe gibts, dieses Fest zu feiern: 1. Der Quartierverein, der auch die Multi-Kulti-Siedlung Steig mit einschliesst, ist 60-jährig. Und 2. Das von Anfang an zu klein geplante Dättnauer Schulhaus Laubegg ist endlich erweitert worden. Diesen Anbau kann man sich nun anschauen während des Fests am Freitag und Samstag. Anzuschauen gibts auch eine Ausstellung über die Geschichte des Dättnaus, beginnend mit Eiszeit und Lehm bis hin zu Ziegelei und Zukunft.

Über diese Zukunft des eigenständigen Stadtteils diskutiert die Dättnauer Journalistin Regina Speiser morgen Samstag um 15 Uhr mit anderen Leuten aus dem Quartier sowie mit Stadträtin Christa Meier und Schulpräsidentin Chantal Galladé.

Eine besondere Rolle im Dättnau spielen die Hornusser, das sind Sportler von altem Schrot und Korn, die sich anstrengen, mit Schindeln den Nuoss abzutun. Zu viel Fachchinesisch? Am Samstag ab 11 Uhr gibts Hornussen für Anfänger. Und ebendiese Hornusser sorgen auch für den Betrieb der Festwirtschaft.

Angekündigt sind weitere Original Dättnauer Attraktionen, die Band von Vivien und Rocky Gubler am Samstagabend etwa. Die Stadtharmonie Töss spielt um 13.30 Uhr und Andrew Bond, der Kinderliedermacher, schon heute Freitag um 17.30 Uhr – das ist der einzige Programmpunkt mit Eintritt (10.-/15.-).

Neue Köpfe für die Dorfet

Unweigerlich fragt man sich: Entwickelt sich da am Ende gar eine neue Tradition, die Dättnauer Dorfet? Als Ersatz gar für die serbelnde Tössemer Dorfet? Von zwei Seiten kommen Dementi: «Wir haben nicht die Kapazität und auch nicht die Sponsoren, um jedes Jahr so ein solches Fest durchzuführen», sagt Renata Tschudi.

Und für Töss antwortet Rosmarie Peter, die Präsidentin des Quartiervereins Töss-Dorf: «Wir haben ein neues OK zusammen, das ab nächstem Jahr die Dorfet neu lancieren will.» Anzukündigen für dieses Jahr sind aber zunächst noch das Dättnauer Fest diesen Freitag und Samstag und die traditionsreiche Tössemer Dorfet zwei Wochen später, Ende September.

Das gesamte Festprogramm ist ersichtlich unter daettnau.ch

Erstellt: 12.09.2019, 14:52 Uhr

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