Winterthur

Ein Regenbogendach für Picknicks und Experimente

Ein ZHAW-Student hat den Pavillon im Technorama-Park entworfen.

Ein regenfester Treffpunkt im neuen Technorama-Park: Der von ZHAW-Student Tobias van den Dries entworfene Pavillon. Visualisierung: PD

Ein regenfester Treffpunkt im neuen Technorama-Park: Der von ZHAW-Student Tobias van den Dries entworfene Pavillon. Visualisierung: PD

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Seit Januar wühlen die Baumaschinen den Park des Technoramas um. Viel wurde schon über die 130 Meter lange und 17 Meter hohe «Wunderbrücke» geschrieben, die den 1,5 Hektar grossen Park des Science Centers überragen wird.

Doch in ihrem Schatten entstehen auch kleinere Neubauten. Am Ufer des vergrösserten Weihers soll ein luftiger Pavillon als Treffpunkt dienen. Hier laden Tische und Gartenstühle zum Picknick und unter dem Dach können auch Vorführungen, sogenannte Science Shows stattfinden.

Der Beste von 14 Entwürfen

Jetzt liegt das Baugesuch auf. Das Besondere dran: Das knapp 600000 Franken teure Projekt wurde von einem Studenten entworfen. Das Technorama hatte 14 Master-Studierende des ZHAW-Architekturdepartements eingeladen, Entwürfe einzureichen. Gewonnen hat das Projekt von Tobias van den Dries.

Es besteht aus drei runden, verspiegelten Säulen, die ein filigranes, rechteckiges Metallskelett tragen. Die Dachpanele bestehen aus Spezialglas: Manche Platten sind bunt, andere funktionieren wie ein Prisma und teilen das Sonnenlicht in Spektralfarben auf. Als Windschutz oder bei geschlossenen Anlässen kann der offene Raum mit Textilvorhängen abgegrenzt werden.

Noch anderthalb Jahre dauert die Umgestaltung des Parks, im Frühling 2021 wird er wiedereröffnet. Auf der extra eingerichteten Website www.technoramapark.ch kann man per Webcam die Baufortschritte verfolgen.

Bald wird man sie von blossem Auge aus der Nachbarschaft sehen: Die Fundamente und alle Erdarbeiten für die Wunderbrücke sind nämlich fertig, in den nächsten Wochen werden die Stahlelemente angeliefert. «Noch in diesem Jahr sollte die Wunderbrücke ihre fertige Höhe erreichen», sagt Jörg Moor von der Entwicklungsabteilung des Technorama.

Es fehlen noch 1,3 Millionen

Noch nicht ganz abgeschlossen ist die Finanzierung des Parks. Mehr als 14,8 Millionen Franken sind schon beisammen, noch knapp 1,3 Millionen fehlen. Das Technorama wirbt derzeit um Kleinspenden von Privatpersonen.

Diese können beispielsweise einen Parkbaum sponsern. Ab 500 Franken wird man Patin oder Pate einer Erle, eine Eiche kostet 10000 Franken. Für 1000 Franken kann man einen Meter Wunderbrücke sponsern. Schon 59 der 130 Laufmeter sind vergeben, bei den Bäumen sind es 72 von 490.

Alles wird aber nicht neu im Park. Im Weiher neben dem Pavillon gibt es ein Wiedersehen mit beliebten Exponaten wie dem schwebenden Wasserhahn oder dem tanzenden Wasserschlauch.

Erstellt: 11.10.2019, 16:54 Uhr

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