Winterthur

Geld für digitale Aufrüstung

Stadtwerk-Kunden können ihren Stromverbrauch bald online checken. Der Gemeinderat hat die Investition in ein neues Kundenportal gutgeheissen.

Die Winterthurer Stromverbraucher können ihre Daten künftig selber digital einsehen und verwalten.

Die Winterthurer Stromverbraucher können ihre Daten künftig selber digital einsehen und verwalten. Bild: pixabay

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Winterthur befinde sich auf dem Weg zur Smart City in einer Übergangsphase, und das generiere eben einen Zusatzaufwand. So begründete Stadtrat Stefan Fritschi (FDP) gestern im Gemeinderat den Kreditantrag über 650 000 Franken für ein Stadtwerk-Online-Kundenportal.

Mit dem Geld und weiteren 250 000 Franken, die schon früher bewilligt wurden, will Stadtwerk seine Dienstleistungen digitalisieren.

Jeder Kunde soll seine Daten künftig selbst via ein eigenes Login verwalten und seine Verbräuche einsehen können, zum Beispiel den Stromverbrauch. Gedacht ist die Funktion für Gewerbetreibende, aber auch Haushalte, die sich mit einer Fotovoltaikanlage teils selbst versorgen. Zudem will Stadtwerk mit dem Portal auch ausserhalb der Bürozeiten für Kundenfragen erreichbar sein.

Ein Viertel digitale Kunden

Heute hätten die meisten grösseren Stadtwerke in der Schweiz ein solches Portal, sagte Gemeinderat Reto Diener (Grüne), der das Geschäft vorstellte, und er nannte unter anderem Zürich, Bern, St. Gallen und Uster als Beispiele.

Der Ausbaustandard der Onlinelösungen in diesen Städten variiert allerdings und so tut dies die Nutzung. Einen Anhaltspunkt liefert das EWZ, das bereits seit 2013 über ein solches Kundenportal verfügt: Demnach macht aktuell rund jeder vierte Kunde vom Onlinedienst Gebrauch, mit steigender Tendenz.

Im Gemeinderat kamen keine Zweifel auf, dass die digitale Transformation auch in Winterthur nötig ist. Trotz der hohen Kosten passierte der Kredit ohne Diskussion und Gegenstimme. Fritschi wandte sich in seinem Votum an die nicht internetaffine Kundschaft und versicherte, dass diese via Kundentelefon weiter zu ihren Informationen komme.

200 0oo Franken fürs Magazin

Beibehalten wird auch das Kundenmagazin «Energie» von Stadtwerk. Der Rat hat dafür einen jährlichen Beitrag von 200 000 Franken gesprochen und quasi eine bestehende Ausgabe offizialisiert.

Das Magazin, das eine über 80-jährige Geschichte hat, wird einmal im Jahr in einer Grossauflage an 54 000 Haushalte verteilt. 12 000 Haushalte haben es abonniert und erhalten drei weitere Ausgaben jährlich.

(mcl)

Erstellt: 18.09.2018, 12:27 Uhr

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