Kantonsspital

Hier wächst bald ein Bettenhaus heran

Die Tiefgarage ist bereits gebaut im neuen KSW-Bettenhaus. Dieses wird in drei Jahren fertig sein und das Hochhaus ersetzen. Am Donnerstag war Baustellen-Besichtigung mit Hans Senn, der als Projektleiter dort ein Schwergewicht ist.

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Ein bisschen anders als auf den bisherigen Bildern wird der neue Bettentrakt aussehen. Denn die Fachgruppe Stadtgestaltung im Baudepartement verlangte Änderungen an der Fassade: Diese sollte weniger goldig sein und weniger metallig. Nun wirkt der Bau auf Computer-Bildern einerseits bescheidener, andererseits auch weniger kalt, weil teilweise mit Travertin-Steinen verkleidet. Und er ergänzt das alte Bettenhaus von 1958 perfekt als Zwilling. Von diesem neuen Zwillingsbau ist freilich noch nicht viel zu sehen. Momentan sind eher noch die Maulwürfe an der Arbeit. So nannte sich am Donnerstag einer der Arbeiter auf der Baustelle. Der Maulwurf gräbt im Untergrund: Alles was derzeit gebaut wird, wird man später nicht mehr sehen.

Der Bau des Spitals ist eine grosse Herausforderung, sagt Gesamtprojektleiter Giuseppe Di Girolamo. Video: Fabian Röthlisberger

Im Moment aber sieht man die zweigeschossige Parkgarage, 240 Plätze wird sie haben. Und daneben die Kellerräume, von denen viele für die Belüftungsanlagen benötigt werden, die den Neubau mit frischer Aussenluft versorgen werden. Angesogen wird diese über einen Trichter mit vier Metern Durchmesser.

10 000 Lastwagen mit Aushub

Das alles erzählt Hans Senn, ein Brocken von einem Mann mit vollem Bart und leichtem schwäbischen Akzent. Er ist der Projektleiter auf der Grossbaustelle. Seine grösste aber ist das Kantonsspital nicht; für die chemische Industrie verbaute er vor kurzem über 500 Millionen Franken, hier in Winterthur sind es immerhin auch 280 Millionen. Auch sonst sind es imposante Zahlen, mit denen Hans Senn jongliert: Für die 100 000 Kubikmeter Aushub waren rund 10 000 LKW-Fahren nötig, 40 bis 50 000 Kubik Beton werden insgesamt verbaut. Um hier die Zahl der Lastwagenfahrten zu verringern, hat die Winterthurer Baufirma Baltensperger eine grosse Betonmaschine mitten in der Baugrube platziert. Vier Krane bringen die Betonkübel an den richtigen Ort.

«Der Abbruch des Hochhauses wird eine Herausforderung sein. Das alte und das neue Gebäude stehen in einem Abstand von nur fünfeinhalb Metern.»Projektleiter Hans Senn

Und bereits denkt Projektleiter Senn voraus ins Jahr 2021: Dann wird der neungeschossige neue Trakt fertig sein, und das alte, aber auch erst 50-jährige Hochhaus kann abgebrochen werden. «Das wird nochmals eine Herausforderung sein», sagt Senn, «denn das neue und das alte Gebäude stehen nur in einem Abstand von fünfeinhalb Metern.» Das neue Vordach wird man erst nach dem Abbruch montieren können.

Straffer und präziser Zeitplan

Bauherrschaft ist der Kanton, respektive das Hochbauamt. Dort gibts sogar einen Gesamtprojektleiter, Giuseppe Di Girolamo, der die Termine vorgibt und kontrolliert: Baustart war vor einem Jahr; am 3. November war der erste Spatenstich, in einem Monat wird das dritte Untergeschoss durchgehend fertig sein, Mitte September das Erdgeschoss. Stets ist man zum jeweiligen Zeitpunkt anderswo am Bau schon etwas weiter. Am 4. Juni 2019, so der Plan, ist der Rohbau vollendet, und im ersten Quartal 2021 soll alles fertig und bezugsbereit sein.

Alles heisst: 220 Betten, die meisten in Einzelzimmern, ein Eingangstrakt mit neuem Haupteingang, Cafeteria, einem hotelähnlichen Empfangsbereich, mit Neonatologie, Dialyse, Operationssälen und den Obergeschossen für Zusatzversicherte. (Landbote)

Erstellt: 08.03.2018, 17:01 Uhr

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