Legislaturprogramm

Linke Stadtratsmehrheit will deutlich weniger Autoverkehr

Das neue Legislaturprogramm des linksgrünen Stadtrats setzt einen Schwerpunkt beim Velo- und Fussverkehr. Innerstädtische Autofahrten soll es deutlich weniger geben, und das Parkieren soll teurer werden. Sonst bleibt vieles wie gehabt.

Der Stadtrat hat am Mittwoch das Legislaturprogramm vorgestellt.

Der Stadtrat hat am Mittwoch das Legislaturprogramm vorgestellt. Bild: Nathalie Guinand

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Das Legislaturprogramm 2018 bis 2020 ist ein dünnes schwarzes Heftlein. Und der schwarze CVP-Stadtpräsident Michael Künzle hatte am Mittwoch auch am meisten dazu zu sagen. Bei der Erarbeitung aber hatten alle sieben Stadtratsmitglieder mitgewirkt. Und die neue linksgrüne Mehrheit hat dem neuen Regierungsprogramm eine kleine, aber wesentliche grüne Nuance verpasst – das Bekenntnis zu mehr Langsamverkehr zu Fuss und per Velo.

Meier macht den Unterschied

Es war die neue SP-Stadträtin, Bauvorsteherin Christa Meier, die hauptsächlich über Verkehrsfragen referierte. «Winterthur hat im Vergleich mit anderen Städten zu viel innerstädtischen Autoverkehr. Das müssen wir ändern.» Das Ziel sei vom Volk festgelegt worden: Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen müsse von heute 40 auf 32 Prozent sinken. Ergo: Fuss- und Veloverkehr müssen stärker werden. Zudem sollen, auch das ist eine alte, nie erfüllte Forderung des Volks, die Autos weg von der Stadthausstrasse. Auch das steht so im Legislaturprogramm. Sicherheitsvorsteherin Barbara Günthard (FDP) kündigte zudem an, dass Parkieren in Winterthur teurer werde. Wie teuer? «Das Niveau liegt irgendwo zwischen Zürich und der Ostschweiz.»

Das sind die sieben Handlungsfelder:

  • 1. Kultur und Bildungsstadt: Winterthur ist eine Kultur- und Bildungsstadt mit grosser Ausstrahlung und überraschender Vielfalt
  • 2. Wirtschaft: Winterthur ist ein attraktiver und selbstbewusster Wirtschaftsstandort im Metropolitanraum Zürich.
  • 3. Finanzen: Winterthur ist finanziell gesund und investiert nachhaltig.
  • 4. Mobilität und Energie: Winterthur ermöglicht stadtverträgliche Mobilität, nutzt Energie effizient und fördert erneuerbare Energien.
  • 5. Sozialer Zusammenhalt: Winterthur ist sicher, vielfältig und geprägt durch ein respektvolles Zusammenleben.
  • 6. Urbanität und Lebensqualität: Winterthur ist ein lebendiger Stadtraum mit starken Quartierzentren und attraktiven Grün- und Freiräumen.
  • 7. Verwaltung als Dienstleisterin: Winterthur profitiert von einer Stadtverwaltung, die kundenfreundliche und hochwertige Dienstleistungen effizient erbringt.
  • Das Querschnittsthema Digitalisierung: Winterthur ist eine innovative und vernetzte Stadt, die das Potenzial der Digitalisierung und moderner Technologien nutzt.

(mgm)

Erstellt: 26.09.2018, 14:24 Uhr

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