Vogelsang

Mehr Platz zu Fuss und auf dem Velo

An der Unteren Vogelsangstrasse entsteht neben der neuen Überbauung ein Hochtrottoir, auf dem man gut einen Meter über der Strasse gehen kann. Das Velofahren wird dank einem Velostreifen auf beiden Seiten sicherer.

Neu wird es an der Vogelsangstrasse einen Veloweg geben. Zudem wird auf der rechten Seite eine Allee gepflanzt.Foto: Marc Dahinden

Neu wird es an der Vogelsangstrasse einen Veloweg geben. Zudem wird auf der rechten Seite eine Allee gepflanzt.Foto: Marc Dahinden

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14000 Motorfahrzeuge fahren jeden Tag über die Untere Vogelsangstrasse Richtung Zürich oder in die Stadt. Für Leute, die mit dem Velo oder zu Fuss unterwegs sind, ist der Abschnitt von der Storchenbrücke bis zur Auwiesenstrasse nicht gerade angenehm. Einen Veloweg gab es bisher nicht. Zudem erhöhten die parkierten Autos am Strassenrand das Unfallrisiko.

Das soll sich ab Sommer 2021 ändern. Wenn die GWG (Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft) ihre Wohnsiedlung Vogelsang fertig realisiert hat, wird saniert. Nun liegen die Pläne für das Projekt öffentlich auf, die zeigen, wie die Vogelsangstrasse künftig aussehen wird. Es handelt sich dabei um eine Aufwertung, wie die Stadt schreibt, denn die Strasse soll für den Fuss- und den Veloverkehr sicherer werden.

Höhere Ebene zu Fuss

Die wichtigste Neuerung wird ein sogenanntes Hochtrottoir sein. Auf der Seite der Wohnsiedlung werden Fussgängerinnen und Fussgänger künftig auf einer höheren Ebene, gut einen Meter über der Strasse, gehen können. Hinzu kommt ein Geländer, das die Sicherheit zusätzlich erhöht. Das Trottoir ist zwar im Eigentum der GWG, wird aber von den Mieterinnen und Mieter der Siedlung und der Öffentlichkeit gemeinsam genutzt. Es hat eine Länge von gut 300 Meter. Zudem führen flache Rampen hoch und hinunter. «Es wurde Wert darauf gelegt, dass das Trottoir behindertengerecht ist», sagt Projektleiter Hanspeter Räbsamen vom städtischen Tiefbauamt.

Breite Velowege

Die Fahrbahn wird schmaler: die Spuren werden je drei Meter breit. Daneben hat es Platz für Radwege. Auf der Seite der Wohnsiedlung ist die Velospur 1,75 Meter breit; stadtauswärts sind es 1,5 Meter. Laut Räbsamen sind die unterschiedlichen Breiten dem Umstand geschuldet, dass es stadteinwärts bergauf geht. «Das kostet mehr Energie für Velofahrer, die kein E-Bike haben. Man schwankt eher und braucht deshalb mehr Platz.»

Der Stadt war es wichtig, dem Velo mehr Raum zu geben und es zu fördern. Deshalb wird es auch keine Parkplätze am Strassenrand mehr geben, die für den Veloverkehr gefährlich sind. Wer künftig an der Vogelsangstrasse parkieren will, fährt in die Tiefgarage der Wohnsiedlung. Dafür wird für Autos eine separate Einspurstrecke erstellt. Auch die Velos können separat einspuren, um in die Veloparkgarage zu fahren. Neu wird es auch einen «Velosack» an der Ampel bei der Kreuzung an der Storchenbrücke stadteinwärts geben: Velos können sich bei rot vor die wartenden Autos stellen.

Nicht nur die Strasse, auch Leitungen müssen saniert werden. Auf der ganzen Länge an der Bahnseite wird eine bestehende Wassertransportleitung erneuert, die von Reservoir zu Reservoir führt. Das bedeutet, dass die bestehenden Baumnuss-Bäume gefällt werden müssen. Dafür wird eine neue Allee gepflanzt. «Der genaue Baumtyp wird noch bestimmt», sagt Räbsamen.

Die gesamte Sanierung kostet 4,3 Millionen Franken. Da es sich bei der Unteren Vogelsangstrasse über eine überkommunale Strasse handelt, wird der Kanton einen Grossteil der Kosten übernehmen.

Erstellt: 08.11.2019, 17:10 Uhr

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