Winterthur

Mehrere Fälle von kranken Bienen in Winterthur

Wegen der Sauerbrut müssen mehrere Völker abgetötet werden.

Das Veterinäramt hat in Winterthur und Umgebung in den letzten Wochen gleich mehrere Fälle von Sauerbrut festgestellt.

Das Veterinäramt hat in Winterthur und Umgebung in den letzten Wochen gleich mehrere Fälle von Sauerbrut festgestellt. Bild: Urs Baptista

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Auf Stadtgebiet wurde in den letzten Wochen bei mehreren Bienenvölkern eine hochansteckende bakterielle Erkrankung festgestellt. Unter anderem in Veltheim und Wülflingen aber auch in der Aussenwacht Neuburg sowie in Schlatt und Seuzach stiess das Veterinäramt auf die Folgen der Krankheit Sauerbrut. Diese ist für den Menschen ungefährlich und befällt Bienenmaden. Die Krankheit verläuft rasch, die Bienenmaden verfärben sich und riechen unangenehm nach Käse oder Fussschweiss.

Die Häufung der Fälle wird vom Zürcher Veterinäramt auf Anfrage als nicht dramatisch eingeschätzt. Nach einem Rekordjahr an Sauerbrut-Ansteckungen im Jahr 2009 verschärfte damals der Bundesrat die Tierseuchenverordnung, seither sind die Fälle stark zurückgegangen. Im Kanton Zürich werden jährlich im Schnitt rund 30 von Sauerbrut befallene Bienenstände entdeckt.

Völker «abgeschwefelt»

Wenn die kantonalen Bieneninspektoren einen befallenen Bienenstand entdecken, müssen die betroffenen Bienenvölker abgetötet werden. Dies geschieht mittels einer Schwefel-Gasflasche, das Gas wird direkt in die Bienenstände geleitet. Nach zehn Sekunden ist durch das sogenannte Abschwefeln das ganze Volk abgetötet. So wird nun auch bei den befallenen Winterthurer Völkern vorgegangen.

Der kantonale Bieneninspektor Markus Zimmermann beobachtet die Entwicklung der Sauerbrut-Fälle in Winterthur und im Rest des Kantons genau. Als Auslöser sieht er die Schwächung eines Volkes, beispielsweise durch die gute Verfügbarkeit von Waldhonig im letzten Sommer. Waldhonig, der von Läusen ausgeschieden wird, enthält mehr Mineralien als Blütenhonig - und bekommt den Bienen nicht so gut. «Die Verdauung leidet, so wurden die Völker geschwächt und sind anfälliger für Infektionen.» (Landbote)

Erstellt: 17.05.2019, 16:50 Uhr

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