Winterthur

Nun kämpfen drei ums Präsidium der Schulpflege Seen-Mattenbach

Aus dem Zwei- wird ein Dreikampf. Hans-Peter Rohner (EVP), amtierender und wieder gewählter Schulpfleger im Kreis Seen-Mattenbach, will Schulpflegepräsident werden. Er sei zur Kandidatur ermutigt worden, sagt er. Doch die eigene Partei unterstützt ihn nicht.

Hans-Peter Rohner (EVP) ist der dritte Kandidat bei der Wahl ums Schulpflegepräsidium im Kreis Seen-Mattenbach.

Hans-Peter Rohner (EVP) ist der dritte Kandidat bei der Wahl ums Schulpflegepräsidium im Kreis Seen-Mattenbach. Bild: pd

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«Die zahlreichen Leerstimmen und Stimmen an Vereinzelte zeigen es: Viele Leute sehen weder Martha Jakob (GLP) noch Beat Meier (FDP) im Schulpflegepräsidium», sagt Hans-Peter Rohner, Schulpfleger im Kreis Seen-Mattenbach. Deshalb wolle er eine Alternative bieten. Am letzten Sonntag liessen von rund 4800 Wählenden in diesem Kreis über 1000 die Zeile fürs Präsidium leer, rund 700 stimmten für andere als die offiziellen Kandidaten.

Schon zuvor interessiert

Rohner sagt, er habe sich eine Kandidatur schon im ersten Wahlgang überlegt. «Ich hatte aber den Eindruck, dass ich aufgrund der politischen Blöcke chancenlos wäre.» Nun sehe er das etwas anders. Viele Leute hätten ihn ermutigt, selber zu kandidieren. Er habe an den beiden Kandidaten persönlich nichts auszusetzen. «Das sind flotte Personen.» Aber überzeugt hätten sie ihn nicht. Heikel finde er insbesondere, dass Martha Jakob selber Schulleiterin sei. «Ich befürchte, dass sie den Schulleitenden zu stark drein reden könnte.»

Rohner hat Jahrang 1964 und ist seit 2014 Mitglied der Schulpflege Seen-Mattenbach. Er ist zweifacher Vater und hat sich nach einer Lehre als Elektriker zum Kaufmann weitergebildet und in der Versicherungsbranche gearbeitet. Aktuell leite er Aufgabenstunden im Schulhaus Gutschick und sei im technischen Unterhalt von Liegenschaften tätig. Einen besonderen Bezug zur Schule habe er, ausser der Schulpflegetätigkeit, nicht.

Ohne Unterstützung

Die Ausgangslage für Rohner ist schwierig. Es sei ein Alleingang, sagt er selber, denn anders als seine Konkurrenten kann er auf die Unterstützung keiner Partei zählen — nicht einmal seiner eigenen. EVP-Parteipräsidentin Barbara Günthard Fitze sagt, man halte an der Empfehlung für Martha Jakob fest. «Wir finden sie wirklich gut.» Rohner unterstütze man nicht. «Es war seine Idee anzutreten und davon können und wollen wir ihn nicht abhalten», sagt sie. Neben der EVP haben sich GLP, SP und Grüne für Martha Jakob ausgesprochen. Beat Meier kann auf den Support von FDP, CVP und SVP zählen.

Dass Rohner erst im zweiten Wahlgang antritt, ist legitim. Jedes Mitglied, dass die Wahl in die Schulpflege geschafft hat, ist im zweiten Wahlgang für das Präsidium wählbar, unabhängig davon, ob es schon im ersten Wahlgang angetreten ist.

Klar ist, dass sich die Ausgangslage mit einer dritten Kandidatur ändert. Die Frage ist, wer die Stimmen verliert, die möglicherweise zu Rohner gehen. Nach dem ersten Wahlgang hatte Jakob 443 Stimmen Vorsprung auf Meier.

Die Überlegung, dass er mit sener Kandidatur die Gewichte nochmals verschieben könnte, habe bei seinem Entscheid nur am Rande eine Rolle gespielt, sagt Rohner. Es sei nicht seine Absicht, einem der Kandidierenden zu einer besseren Ausgangslage zu verhelfen. «Ich möchte einfach gerne Schulpflegepräsident werden.» ()

Erstellt: 14.06.2018, 16:52 Uhr

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