Winterthur

Stadt zieht bei E-Trottinetten positive Bilanz

Laut Polizei wird diszipliniert gefahren, die Zahl der Unfälle hält sich in Grenzen. Ein Anbieter hat nun den Tarif erhöht.

Die E-Trotti-Benutzer in Winterthur halten sich grossmehrheitlich an die Verkehrsregeln.

Die E-Trotti-Benutzer in Winterthur halten sich grossmehrheitlich an die Verkehrsregeln.

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Gut zwei Monate, nachdem in der Stadt 300 Elektro-Trottinetts umhersurren, ziehen die Behörden ein grundsätzlich positives Fazit. «Die Verkehrsregeln werden weitgehend eingehalten», sagt Adrian Feubli von der Stadtpolizei. Wenn, dann habe man vereinzelt Bussen verteilen müssen, weil auf dem Trottoir gefahren wurde. Zudem wurden bislang lediglich drei Selbstunfälle mit Verletzten registriert.

«Die Verkehrsregeln werden weitgehend eingehalten»

Noch nicht optimal klappt die Logistik über Freefloating. Die Roller werden teilweise auf Privatgelände abgestellt. Doch dort bleiben diese nie sehr lange liegen, weil neue Nutzer damit weiterfahren oder die Anbieter sie einsammeln. Für Circ ist inzwischen ein eigenes lokales Logistik-Team in der Stadt unterwegs.

Mehr Service kostet: Circ hat den Minutentarif mittlerweile von 25 auf 35 Rappen erhöht. Damit ist Voi mit 25 Rappen inzwischen der günstigste Anbieter auf dem Platz – und auch günstiger als dort, wo man konkurrenzlos ist, wie in St.Gallen. Dort verlangt das schwedische Startup für die Freischaltgebühr 2 Franken und danach 30 Rappen pro Minute.

Weiterhin 100 freie Plätze

Die Stadt hat beim Sharing die Anzahl an Trottinetts oder Velos, die gratis und ohne Bewilligung unterwegs sind, bei 400 gedeckelt. «Die Zahl hat sich bewährt, wir wollen daran festhalten», sagt Christoph Oetiker vom Tiefbauamt.

Das Kontingent ist allerdings noch nicht ausgelastet. Je 100 Konzessionen gingen an die vier Anbieter Circ, Bird, Voi und Tier. Nur: Tier ist bis heute nicht gekommen – woran sich die Konkurrenz stört. Dort ist man überzeugt, dass es durchaus eine Nachfrage nach 100 Scootern mehr gibt.

Man hat der Stadt vorgeschlagen, die freien Konzessionen unter den aktiven Anbietern aufzuteilen. Beim Tiefbauamt schliesst man dies nicht aus, sollte Tier allzu lange zuwarten.

Auf einen Zeitpunkt, wann man in Winterthur startet, hat sich Tier nicht festgelegt. Momentan, heisst es, habe das Wachstum auf dem umkämpften deutschen Markt Priorität.

Erstellt: 15.08.2019, 18:14 Uhr

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