Winterthur

Startschuss für die nächste Genossenschafts-Siedlung

Die Genossenschaft GWG hat am Mittwoch den Grundstein zur neuen Vogelsang-Überbauung gelegt. Der Stadtpräsident lobte das Projekt. Die Siedlung werde ein Hingucker für alle, die von Zürich in die Stadt fahren.

Rund 200 Gäste feierten mit der GWG die Grundsteinlegung der neuen Überbauung. Foto: Nathalie Guinand

Rund 200 Gäste feierten mit der GWG die Grundsteinlegung der neuen Überbauung. Foto: Nathalie Guinand

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Die Baustelle ist vom Zug aus gut sichtbar. Oberhalb der Vogelsangstrasse klafft ein grosses Loch, dort wo einst acht Mehrfamilienhäuser aus den Dreissiger- und Vierziger Jahren standen.

Doch nun geht es vorwärts. Am Mittwoch hat die Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft (GWG) mit einem Fest den Grundstein zur neuen Siedlung gelegt.

Schlechte Bausubstanz

GWG-Präsidentin Doris Sutter sagte in ihrer Rede, als man vor rund 80 Jahren hier gebaut habe, sei es vor allem darum gegangen, schnell und günstig zu bauen. «Man nahm an Material, was vorhanden war.»

Die Bewohnerinnen und Bewohner hätten zwar die Lage und die Abendsonne geschätzt, doch die schlechte Bausubstanz habe sich doch bemerkbar gemacht. Und so beschloss die GWG neu zu bauen und zugleich zu vergrössern. Möglich wurde dies, weil die Winterthurerinnen und Winterthurer 2012 an der Urne ja zu einer Landumzonung gesagt hatten.

«Zu sehen geben wird es spielerische Fasssaden und abwechslungsreiche Farben.»

Auch Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) sprach zu den rund 200 Gästen. Die Stadt habe Freude an diesem Projekt. «Es ist im Sinn der städtischen Wohnpolitik auch Wohnungen im günstigen Preissegment anzubieten.» Zudem sei er überzeugt, dass das Projekt ein Hingucker werde für alle, die von Zürich in die Stadt fahren. «Zu sehen geben wird es spielerische Fasssaden und abwechslungsreiche Farben.»

Sutter erklärte, was in der neuen Siedlung alles geplant ist. Bis 2021 entstehen rund 150 Wohnungen zwischen 2,5- und 6,5-Zimmern. Platz sollen dort Menschen jeden Alters finden. Verschiedene Zusatzräume können von allen Bewohnerinnen und Bewohnern gemeinsam genützt werden, etwa das Siedlungsokal mit Bar, Büchergestell und Basteltisch.

Für Anlässe gibt es eine Siedlungsküche, aber auch einen Fitnessraum, ein Musik- sowie ein Kinderspielzimmer sind geplant. «So haben Bewohnende die Möglichkeit, mit einem Zimmer weniger auszukommen.»

Der Vogelsang soll aber auch eine Velosiedlung werden. In 18 Velohallen hat es Platz für hunderte Fahrräder. Zudem soll es eine hauseigene Pumpstation, eine Velowaschplatz und eine Velowerkstatt geben. Autoparkplätze sind dagegen nur 150 geplant. Ein hauseigener Recycling-Raum erspart die Fahrt zu einer Sammelstelle.

Auch geheizt wird umweltschonend, mit Wärme aus der Erde. Ergänzend wird auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage gebaut. Details wie ein Kohlesäurewasserhahn oder ein Badebrunnen sollen die künftigen Mieter erfreuen.

Kleine Höfe

Für die eigenwillige Architektur ist das Zürcher Architektenbüro Knapkiewicz & Fickert verantwortlich. Die Häuser haben eine Art Wabenstruktur und sind verschachtelt platziert, so dass draussen Höfe entstehen. (Der Landbote)

Erstellt: 12.06.2019, 18:23 Uhr

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