Winterthur

Umstrittener Landhandel der Stadt – jetzt spricht der Investor

Weil der Verkauf von städtischem Land politisch umstritten ist, droht einem privaten Demenzheim-Projekt das Aus. Deshalb bricht der öffentlichkeitsscheue Investor Isaac Schapira nun sein Schweigen.

Im Interview stellt sich Isaac Schapira den kritischen Fragen.

Im Interview stellt sich Isaac Schapira den kritischen Fragen. Bild: Marc Dahinden

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In Winterthur ein Geschäft zu machen, sei «etwas anderes als überall sonst in Europa». Zu dieser Überzeugung ist Isaac Schapira gelangt, nachdem sein Projekt nach fast fünf Jahren Vorarbeit zu scheitern droht. Der Investor aus Israel steht mit seiner Familie hinter der Firma Stella Vitalis Real Estate AG, die von der Stadt zwei Grund­stücke kaufen und darauf Alterswohnungen sowie ein Demenzzentrum bauen will.

Der Landverkauf für knapp 15 Millionen Franken wurde vom Stadtpräsidenten persönlich verhandelt und vom Stadtrat be­stätigt. Noch aber braucht er die Zustimmung des Gemeinderats, und die ist strittig. Denn eine Mehrheit von Mitte- und Linksparteien will städtisches Land nur noch im Baurecht abgeben, und auch der Investor ist auf Skepsis gestossen.

Höchste Diskretion

Isaac Schapira hat darum in ein Gespräch mit dem «Landboten» eingewilligt. Es ist sein erstes Interview mit einer Tageszeitung im deutschsprachigen Raum. Obschon Isaac Schapira und seine Brüder in Europa Immobilien­geschäfte in mehrstelliger Millionenhöhe machen, halten sie sich in der Regel bedeckt.

Zum Portfolio der Familie gehören Einkaufszentren, Wohn- und Gewerbeliegenschaften in mehreren europäischen Ländern. In der Schweiz realisierte Isaac Schapira unter anderem den Wohn- und Büroturm Limmat Tower in Zürich oder den Europaplatz in Bern.

Seit etwas über einem Jahrzehnt investiert er zudem in ­Alters- und Demenzzentren. Bereits deren 17 besitzt seine Familie in Deutschland, alle unter der Marke Stella Vitalis. In England ist das Geschäft im Aufbau. In der Schweiz soll Winterthur der erste Standort werden.

Er wolle Vertrauen schaffen, sowohl in seine Absichten als auch in die Qualität seiner Marke Stella Vitalis, sagt Isaac Schapira im Interview und stellt sich den kritischen Fragen, etwa zum weit verzweigten Netzwerk seiner Gesellschaften. (Landbote)

Erstellt: 17.05.2018, 16:00 Uhr

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