Winterthur

Vorfreude auf «Karlsson vom Dach»

Mehrere Schulklassen machten gestern mit Luftballons und Gesang den Spatenstich des künftigen Schulhauses Neuhegi zu einem Ereignis.

Die Stadträte Josef Lisibach (links) und Stefan Fritschi heben nach dem Spatenstich einen Schatz mit süssem Gold für die Schulkinder.

Die Stadträte Josef Lisibach (links) und Stefan Fritschi heben nach dem Spatenstich einen Schatz mit süssem Gold für die Schulkinder. Bild: Melanie Duchene

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Leider, leider hämer äs Problem, mir händ z wenig Platz zum Lerne, es brucht e neui Schuel!» So sangen die Primarschüler gestern inbrünstig. Doch schon in der zweiten Strophe folgte Entwarnung: «Spatestich – das isch d Lösig vom Problem.» Tatsächlich ist die Schulraumknappheit in Hegi seit Jahren ein Thema.

Nur dank Pavillons, Provisorien und Schulräumen in Wohnungen fanden alle Kinder Platz. Das Quartier ist enorm gewachsen. Zählte Hegi 2003 noch 75 Kindergärtler und 200 Primarschüler, waren es in diesem Sommer 185 Kindergärtler und 440 Schulkinder. Mit dem Spatenstich auf dem Land vor der Giesserei wurde ein erster Schritt zur Entlastung getan.

Ein goldrichtiges Schulhaus

Über hundert Schulkinder kamen, um mit der Politprominenz und den Anwohnern den Baustart zu feiern. Stadtrat Josef Lisibach (SVP) erinnerte in seiner Ansprache an die Vorgeschichte: «Das Projekt wurde aus 72 Vorschlägen ausgewählt. Zwar wurde einiges noch angepasst, aber der Name blieb. Das Schulhaus heisst Karlsson vom Dach, weil die Klassenräume unmittelbar unter dem Dach liegen», erklärte er.

Schulstadtrat Stefan Fritschi nahm in seiner Rede ebenfalls Bezug auf ein Märchen: «Wir stehen hier auf einem mit Stroh ausgelegten Platz. Das Rumpelstilzi machte aus Stroh Gold. Es entsteht zwar kein Goldpalast, aber ein Schulhaus, das hier goldrichtig ist.» Fritschi erinnerte daran, dass Schulhaus und Land die Steuerzahler über 52 Millionen Franken kosten. «Dafür profitiert nicht nur die Schule, sondern dank der Dreifachhalle auch Sportvereine und das Quartier.»

Einsatz wird belohnt

Anschliessend griffen die Stadt­räte zusammen mit dem Kreisschulpflegepräsidenten Toni Patscheider, Architekt Elias Leimbacher sowie Robert Horner, Generalplaner der Confirm AG, zum Spaten. Bald kam eine Kiste zum Vorschein, gefüllt mit Goldmünzen aus Schokolade. Eine kleine Belohnung für die musikalischen Darbietungen und die Farbtupfer durch die mitgebrachten Luftballons. Womöglich hätten die Kinder angesichts der brütenden Hitze lieber eine Glace gehabt, aber auch die Schokoladenbatzen fanden guten Absatz.

Erstellt: 31.08.2015, 19:45 Uhr

Artikel zum Thema

Das Schulhaus, das vergessen ging

Winterthur Das Schulhaus Neuhegi steht zwar noch nicht, hat aber bereits eine bewegte Geschichte. Ein Rückblick. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles