Winterthur

Wie volksnah soll ein Stadtpräsident sein?

Der bisherige Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) tritt bei der Wahl ums Präsidium gegen Finanzvorsteherin Yvonne Beutler (SP) an. Im Streitgespräch zeigt sich, dass die beiden die Präsidiums-Rolle nicht ganz gleich interpretieren.

Finanzvorsteherin Yvonne Beutler (SP) und Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) im Streitgespräch.

Finanzvorsteherin Yvonne Beutler (SP) und Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) im Streitgespräch. Bild: Marc Dahinden

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Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) ist bekannt dafür, dass er keine Berührungsängste zur Bevölkerung hat und an Anlässen aller Art anzutreffen ist. Im Streitgespräch betont er, wie wichtig es aus seiner Sicht sei, sich unter die Bevölkerung zu mischen und die Anliegen und Sorgen verschiedener Gruppen abzuholen und in die Verwaltung zu tragen. Zudem sei es ihm wichtig, eine Willkommenskultur zu pflegen.

Konkurrentin Yvonne Beutler (SP) sagt zwar von sich ebenfalls, sie sei gerne unter Leuten. Sie halte es aber für wichtig, dass sich eine Stadtpräsidentin auch Zeit nehmen könne für die strategische Führung. «Wenn man mich fragt, ob ich als Stadtpräsidentin lieber das Weissweinglas in der Hand habe oder den Kugelschreiber, stehe ich dazu, dass ich den Kugelschreiber für ebenso wichtig halte», sagt sie. Sie finde, der Stadtrat sei ein Siebnergremium und alle könnten Repräsentationspflichten wahrnehmen. Die strategische Hintergrundarbeit dürfe nicht zu kurz kommen. Künzle kontert, er sei der erste Winterthurer Stadtpräsident gewesen, der eine 12-Jahresstrategie festgelegt habe: «Wir schauen weit voraus.»Beutler sagt weiter, die Wählenden hätten am 15. April die Wahl zwischen einem konservativen Stadtvater und einer fortschrittlichen Frau. Sie stehe ein für ein ökologisches, soziales und urbanes Winterthur und wolle der Stadt wieder mehr Schwung verleihen. Künzle erwiderte, die Bezeichnung Stadtvater hätten ihm andere verliehen, doch sie schmeichle ihm. «Sie passt zu meiner Interpretation des Stadtpräsidentenamtes.»

Als konservativ will er sich aber nicht bezeichnet haben: «Mein Ziel ist es, zu bewahren, was gut ist und Neues zuzulassen. Auch ein Stadtvater kann fortschrittlich sein.» Er verwies dabei auf sein Engagement für neue Technologien und Smart City. (mif)

Erstellt: 20.03.2018, 18:21 Uhr

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