Winterthur

Zwei Plätze und eine Erstbegehung

Über der Zürcherstrasse entstehen zwei neue Plätze mit spritzigem Wasserbecken und wuchtigem Dach. Von dort gehts runter zum neuen Fussgängertunnel. Die Verbindung unter den SBB-Gleisen durch wird im Oktober fertig gebaut sein.

Ein Wasserbecken und Sitzbänke aus hellem Stein prägen den neuen Platz und seinen Zwilling auf der anderen Seite. Wie sollen sie heissen?

Ein Wasserbecken und Sitzbänke aus hellem Stein prägen den neuen Platz und seinen Zwilling auf der anderen Seite. Wie sollen sie heissen? Bild: Marc Dahinden

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Bisher hiess der Weg unter den Bahngleisen Zürcher-Unterführung, neu heisst er Gleisquerung. Und auch sonst wird alles neu, heller, moderner. Gestern bot Stadtrat Josef Lisibach (SVP) einer kleinen Gruppe Gelegenheit, den neuen Fussgängerweg untendurch erstmals zu besichtigen und zu begehen. Fazit: Der Weg vom Busbahnhof zum Neuwiesenzentrum ist in Zukunft gradliniger, geräumiger, und heller wird er wohl auch sein. Kinderwagen Stossende und Gehbehinderte kommen mit dem Lift nach unten und wieder hoch. Gedeckt werden die Treppen auf beiden Seiten von mächtigen Betondächern, die aussehen wie die pubertierenden Kinder des grossen Pilzdachs. Die Ähnlichkeit ist da, aber nicht unbedingt gesucht.

5000 Kubik Beton verbaut

Altstadtseitig beim Coop City scheint das Dach schon ziemlich fertig zu sein, auf Seite des Neuwiesenzentrums steht erst das Skelett, die Bauarbeiten auf jener Seite sind noch nicht so weit fortgeschritten. Ein Kran steht da, überall rattern Bagger, Kiesflächen liegen offen, ein Gitterwald weist die richtigen Wege. Doch Stadtrat Lisibach versichert: «Im Oktober wird termingerecht alles fertig sein.» Und Projektleiter Rolf Maag ergänzt: «Auch den Kredit werden wir einhalten.»

27 Millionen Franken betragen die Kosten für den Teilkredit Gleisquerung, 84 Millionen insgesamt hatten die Stimmberechtigten von Winterthur für die Umbauten rund um den Bahnhof bewilligt. Der letzte Teilkredit (10,5 Millionen für die Rudolfstrasse) kommt am kommenden Montag vor den Gemeinderat.

Brunnen und Bank aus Kalk

Verbaut wurden bisher folgende Mengen: 5000 Kubikmeter Beton, 1000 Tonnen Stahl, knapp 5000 Tonnen Strassenbelag, 670 Laufmeter Eisengeländer und 470 Kubikmeter Natursteine. Aus Naturstein sind insbesondere die Mauern der Unterführung und die «Möbel» auf den beiden neuen Plätzen beidseits der Gleise. Die vielfach ausgezeichneten Winterthurer Landschaftsarchitekten des Büros Rotzler/Krebs haben die Plätze gestaltet. Auf Seite von Salzhaus und Archbar lässt sich das schon bewundern und besitzen: lange Bänke aus hellem Liesberger Jurakalk und aus demselben Stein ein flacher Brunnen mit Messingspritzern und ruheförderndem Rand.

Stadtrat Lisibach, der im Mai 2014 als eine seiner ersten Amtshandlungen die erste Baggerschaufel dieser Grossbaustelle bewegt hatte, zeigte sich gestern rundum begeistert von dem, was noch seine Vorgänger geplant hatten. Er nannte die neue Gleisquerung und insbesondere auch die oberirdischen Bauten «eine riesige Aufwertung» und attestierte den beiden Plätzen eine wohltuende Aufenthaltsqualität.

Ein Unort wird belebt

In der Tat lässt sich sagen, dass der Ort, der aufgrund seiner lärmigen Lage eigentlich ein absoluter Unort ist, durch die sorgfältige Gestaltung nur gewinnt. Gut möglich, dass er von Partyleuten und Ausgehvolk dereinst auchbelebt wird.

Erstellt: 19.03.2016, 00:09 Uhr

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