Subventionen

Afro-Pfingsten erhält Geld von der Stadt

Das Festival erhält jährlich 85000 Franken.

Die Afro-Pfingsten werden von der Stadt subventioniert.

Die Afro-Pfingsten werden von der Stadt subventioniert. Bild: elo

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Das Afro-Pfingsten-Festival, das seit 25 Jahren jeweils über Pfingsten stattfindet, habe eine grosse Ausstrahlung, weit über Stadt- und Regionsgrenzen hinaus, sagte SP-Gemeinderätin Cristina Bozzi-Brunel. Sie sprach sich im Namen der Kulturkommission für einen Subventionsvertrag aus zwischen der Stadt und dem Verein Einewelt.ch, der das Festival durchführt. Bis 2022 soll die Stadt jährlich den Afro-Pfingsten 50000 Franken an Subventionen bezahlen. Dazu sollen dem Festival Kosten und Gebühren in der Höhe von 35000 Franken erlassen werden. Der Stadtrat soll nach 2022 die Beitragsleistungen für zwei weitere Jahre verlängern dürfen.

Argumente, die für die Veranstaltung sprechen, hatte Bozzi-Brunel viele. Das Festival entspreche dem strategischen Förderungsschwerpunkt Musik im Kulturleitbild. Es stehe zudem für eine weltoffene, tolerante Stadt und sei im Standtortmarketing fest verankert.

SVP will weniger Geld geben

«Das klinge ja gut, ganz ideal sei der Sachverhalt aber doch nicht», sagte Simon Büchi, der im Namen der SVP eine Kürzung des Betrags vorschlug – um 35000 Franken. Grundsätzlich sei die Subvention einfach zu hoch. Andere Feste, wie etwa das Albanifest, müssten jeden Franken zweimal umdrehen. Büchi kritisierte auch, dass das Geld laut dem Antrag in die Professionalisierung der Geschäftsstelle fliessen würde. «So könnten wir ein Präjudiz schaffen.» Die SVP sei gegen die Subvention, falls der Betrag nicht gekürzt würde. Dass man bei Subventionen kritisch sein müsse, fand auch die FDP. Die Afro-Pfingsten hätten schon kommerziellen Charakter, sagte Urs Hofer. Für eine Kürzung war er zwar nicht. Doch er fand, dass der Stadtrat den Betrag in zwei Jahren hinterfragen und genau hinschauen müsse.

«Das Festival füllt unsere Hotelbetten.»Michael Künzle, Stadtpräsident (CVP)

Andere Stimmen aus dem Rat lobten das Afro-Pfingsten-Festival etwa als «Begegnungsplattform». Der zuständige Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) freute sich über das Lob. Der Stadtrat werde garantiert genau hinschauen, wenn er Geld ausgebe. Zudem strich Künzle den wirtschaftlichen Aspekt hervor: «Das Festival füllt unsere Hotelbetten.» Der Gemeinderat liess sich überzeugen und stimmte dem Subventionsvertrag zu.

Erstellt: 03.12.2019, 06:18 Uhr

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