Winterthur

Afro-Pfingsten wollen wieder wachsen

Eine friedliche bunte Feier vieler Nationalitäten, das sind die Afro-Pfingsten. Doch der Organisator Dani Bühler will mehr.

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Die Marktstände und das Bühnenequipment sind kaum abgebaut, da hat Afro-Pfingsten-Organisator Daniel Bühler schon wieder Oberwasser: «Was an Negativem gewesen ist, liegt hinter uns. Es war fast so wie früher — ausser der Grosskonzerte natürlich», sagt er, und genau dort möchte Bühler wieder anknüpfen. Der Veranstalter kann schwarze Zahlen vermelden: Die fünf Konzertblöcke an vier Tagen seien am Donnerstag sehr gut und an den anderen Abenden ausverkauft gewesen. Für 2018 habe er bereits die Reithalle provisorisch gemietet. Die ebenfalls angedachte Halle 53 sei unverständlicherweise von April bis Oktober durchgehend für eine Ausstellung belegt.Mit dem Verkauf von bis zu 600 Tickets habe man sich bewusst zurückgehalten, um die feuerpolizeilichen Auflagen nicht auszureizen. Im hinteren Teil der Alten Kaserne waren Stühle aufgestellt, die vollständig genutzt wurden, denn man konnte die Bühnendarbietungen erstmals auf zwei Bildschirmen verfolgen. «Es war wegen der schwachen Lüftung sehr heiss», bedauert Bühler, «es soll eine neue Lüftung kommen, aber der Einbau einer Klimaanlage ist nicht gestattet.»

Über 23 Uhr hinaus feiern

Dies ist nicht die einzige Einschränkung, die der Organisator hinterfragt. Denn in die Reithalle wäre er schon dieses Jahr gerne gegangen, wenn dort nicht um 23 Uhr Zapfenstreich wäre. «Wir sind auf die Gastroumsätze angewiesen, müssen Pausen einlegen und mehr als zwei Bands bieten.» Mit dem Argument, das Oktoberfest müsse auch um 11 Schluss machen, sei ihm jedoch die Sonderbewilligung verweigert worden. Eine Ausnahmeregelung fordert Bühler, wie schon in den Vorjahren, auch für den Markt; die jetzige Situation tue der Stadt keinen Dienst. Vielmehr entstehe ein erheblicher Schaden: Hunderte Gäste suchten am Pfingstsonntag und -montag die Stände, sei es, um sich zu verpflegen oder zu bummeln.

Wer durch die Afro-Pfingsten schlendert, der wird vom sanften Rhythmus der Trommeln begleitet. Er zaubert den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht und bringt ihre Körper in Schwung. Video: Simon Grässle

Gerade Besucher aus anderen Städten reagierten verständnislos auf die Situation in Winterthur, denn wegen des hohen Feiertags ist der Handel im Kanton Zürich untersagt. Dagegen wolle er das Referendum ergreifen. «Eine Unterschriftensammlung an Afro-Pfingsten ist kein Problem», erklärt er seinen Plan, «allein die Finanzierung einer Abstimmungskampagne stellt uns vor Herausforderungen.»

Die Marktfahrer würden derlei Überlegungen ebenfalls begrüssen; auch sie seien mit den Umsätzen zufrieden. Die Besucherzahl habe sich, gemäss Bühler, gegenüber dem Vorjahr auf circa 50 000 verfünffacht. «Es war die richtige Wahl, wieder auf den Namen Afro-Pfingsten zu setzen», resümmiert Bühler, «er wurde auch im Vorfeld durchwegs gut wahrgenommen.» (landbote.ch)

Erstellt: 05.06.2017, 17:27 Uhr

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