Zum Hauptinhalt springen

Als Sparziel im Stadtparlament

Benedikt Zäch ist Leiter des Münzkabinetts und gewohnt, dass die Politik an seinem Stuhl sägt. An seinem ersten Tag als SP-Gemeinderat war es wieder einmal so weit.

Benedikt Zäch an seinem ersten Abend im Gemeinderat.
Benedikt Zäch an seinem ersten Abend im Gemeinderat.
Michele Limina

1993 wurde Benedikt Zäch Chef und Konservator des Münzkabinetts, und schon ein Jahr später stand sein Job in akuter Gefahr, weggespart zu werden. Ausgerechnet seine eigene Partei, die SP, der er schon 1977 beigetreten war, forderte 1994 per Motion, die Stadt müsse das Münzkabinett schliessen oder einer anderen Trägerschaft übergeben. Es herrschte damals wie heute Spardruck. Zäch klärte seine Genossen auf, dass das Münzkabinett mehr sei als nur ein Museümchen mit tiefen Besucherzahlen, nämlich eine Forschungsstätte mit Ausstrahlung über die Landesgrenze hinaus, eine international bedeutende Sammlung von über 200 000 Objekten, ein Kulturgut, das seit 1861 hier in Winterthur heimisch sei. In der Folge zog die SP den Vorstoss zurück.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.