Auch die Stadtpolizei erhält einen Brückenbauer

Seit Anfang Oktober leitet Urs Allemann die Fachstelle Extremismus- und Gewaltprävention. Unterstützung wird er künftig von einem Brückenbauer der Stadtpolizei erhalten.

Die Stadt ist in regelmässigem Kontakt mit den Moscheegemeinden, hier die An'Nur-Moschee in Hegi.

Die Stadt ist in regelmässigem Kontakt mit den Moscheegemeinden, hier die An'Nur-Moschee in Hegi. Bild: Heinz Diener

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Ab sofort hat Winterthur eine Anlaufstelle bei Fragen rund um Extremismus, Radikalisierung und Gewalt. Die Fachstelle richtet sich an die Bevölkerung, aber auch an Fachleute aus Schule, Berufsbildung, Jugend- und Sozialarbeit. «Jeder soll seine Sorgen und Bedenken hier deponieren können», sagt Stadtrat Nicolas Galladé (SP). Erreichbar ist die Stelle telefonisch und per Email. Wie gross der Andrang sei, könne er noch nicht abschätzen, sagt Galladé. Eine ähnliche Fachstelle in Bern habe in 1,5 Jahren rund ein Dutzend Anrufe aus der Bevölkerung erhalten. Urs Allemann, der die Fachstelle Extremismus- und Gewaltprävention leitet, ist zudem dafür verantwortlich, das bestehende Netzwerk mit anderen Akteuren, Fachleuten und Arbeitsgruppen auszubauen und zu pflegen.

Laut Galladé plant die Stadt weitere Schritte in der Extremismusprävention. So schafft der Stadtrat bei der Stadtpolizei per 1. Januar die Stelle eines Brückenbauers für interkulturelle Angelegenheiten. Diese Person wird unbefristet zu 100 Prozent angestellt und ist zuständig für den polizeilichen Kontakt zu ausländischen Bevölkerungsgruppen auf einer niederschwelligen Ebene. Brückenbauerstellen haben sich laut dem Stadtrat bei der Kantons- und Stadtpolizei Zürich bereits bewährt.

Regelmässiger Dialog

Weitergeführt wird auch der Dialog mit den Moscheegemeinden. Nach einer ersten Aussprache Ende 2015 trafen sich Vertreter der Stadt und der Moscheen Ende August erneut. Neben dem Integrationsbeauftragten Thomas Heyn war auch Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) bei diesem Gespräch dabei. Laut Galladé hat man sich gemeinsam auf einige Ziele festgelegt. So will man integrationsfördernde, präventive Massnahmen realisieren und Gefässe für den Austausch zu Integrationsthemen festlegen. Ein Anliegen sei zudem, dass der interreligiöse Dialog so gestaltet wird, dass sich wieder alle Religionsgemeinschaften daran beteiligen können.
Kontakt Fachstelle: Telefon 052 267 23 23, Email fseg@win.ch (Der Landbote)

Erstellt: 03.10.2016, 16:39 Uhr

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