Gesundheit

Auch im KSW ist das Blut knapp

Die Blutreserven sind auf ein bedrohlich tiefes Niveau gesunken. Trotzdem konnten bislang alle geplanten Eingriffe durchgeführt werden.

Sommerflaute: In den Sommerferien denken wenige ans Blutspenden.

Sommerflaute: In den Sommerferien denken wenige ans Blutspenden. Bild: Keystone

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Ohne Nachschub wären die schweizweiten Vorräte der Blutgruppen A+, A- und AB- in sechs Tagen aufgebraucht. Noch kritischer ist die Situation bei den Blutgruppen 0+ und 0-, deren Reserven gerademal vier respektive zwei Tage halten würden. Dies zeigt ein Blick auf das Barometer auf der Website von Blutspende SRK, das den Stand der nationalen Vorräte anzeigt.

«Der Austausch mit unserer Blutbank wurde intensiver.»Jeroen Goede, 
Chefarzt für Hämatologie am KSW

Auch im Kantonsspital Winterthur (KSW) sind die Null-Blutgruppen besonders knapp. Diese können universell gespendet werden und sind entsprechend gefragt. «Bisher ist es nicht zu Verschiebungen von geplanten Eingriffen gekommen», sagt Jeroen Goede, Chefarzt für Hämatologie am KSW. Allerdings sei die Planung und die Zuteilung von Blutprodukten etwas aufwändiger: «Der Austausch mit unserer Blutbank über den Bestand von Blutprodukten und medizinisch notwendige Bluttransfusionen wurde intensiver.»

Infekte halten Spender ab

Während und nach den Sommerferien sind die Blutreserven immer sehr knapp. Viele Spender sind in den Ferien und auch bei den Zuhausegebliebenen gehen die wohl die meisten lieber in die Badi als zum Blutspenden. Ein weiterer Faktor verschärfte die Situation: «Während den Sommermonaten gab es vermehrt grippale Infekte, die dazu geführt haben, dass Blutspender nicht erschienen sind», so Goede. Er geht davon aus, dass die Situation in den nächsten vier bis sechs Wochen bestehen bleibt.

Letzte Woche startete der Blutspendedienst Zürich darum einen Aufruf bei all jenen, die in der Datenbank registriert sind und deren letzte Spende mindestens drei Monate zurückliegt. Selbst wenn mehrere hundert Personen dem Aufruf folgen, dauert es gemäss dem medizinischen Leiter Oliver Theusinger zwei bis drei Wochen bis die Reserven wieder auf einem normalen Stand sind. (dba)

Erstellt: 20.08.2019, 17:22 Uhr

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