Bibliothek

Auch Kleinstgebühren werden konsequent eingefordert

Ein verschärftes Inkasso brachte im letzten Jahr Mehreinnahmen.

Bei verspäteter Rückgabe zieht die Bibliothek Winterthur die Gebühren nun konsequent ein.

Bei verspäteter Rückgabe zieht die Bibliothek Winterthur die Gebühren nun konsequent ein. Bild: Marc Dahinden

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Der kürzlich erschienene Geschäftsbericht zur Rechnung gibt auch einen Einblick in das Wirken der Winterthurer Bibliotheken. So erfährt man, dass die Besucherzahl im letzten Jahr leicht zurückgegangen ist, von rund 589000 auf 571000 Besucher. Mit verantwortlich sei das schöne Wetter gewesen, lautet die Analyse im Bericht.

Schon ab einem Franken

In einem anderen Punkt konnten die Bibliotheken dagegen gegenüber dem Budget ein Plus verzeichnen, nämlich bei den Einnahmen. Im Bericht heisst es: «Dank der Fortführung der neuen Inkasso-Richtlinien bei Medienverlusten sowie der positiven Entwicklung der Bibliothekskartenverkäufe schlossen die Verkaufserlöse um rund 25000 Franken besser ab.» Doch was hat es mit dieser neuen Richtlinie auf sich? Hermann Romer, Leiter der Bibliotheken, erklärt auf Nachfrage, das neu eingeführte «interne Kontrollsystem» verlange nun ein striktes Inkasso aller anfallenden Gebühren. «Früher haben wir darauf verzichtet, Kleinstgebühren konsequent einzufordern, doch nun ziehen wir Beträge schon ab einem Franken ein.»

Erhöht worden seien die Gebühren zwar nicht. So betragen Mahngebühren zwischen 3 und 25 Franken, bei Verlust fallen zusätzlich zum Kaufpreis mindestens 10 Franken an. Aber laut Romer geht man nun systematisch in einem geordneten Prozess vor. Dieser sieht so aus: Wer ein Medium zu spät zurückbringt oder gar verliert, wird gemahnt und hat 60 Tage Zeit, die Gebühren zu bezahlen. Danach werden Rechnungen verschickt, die durch das Finanzamt im gesamtstädtischen Inkasso eingefordert werden. «Bis zu diesem Zeitpunkt erhalten die Kunden drei Mahnungen und einen Gebührenmahnbescheid», sagt Romer.

Info per E-Mail

Das verschärfte Inkasso sei nicht eingeführt worden, um die Einnahmeseite zu stärken. «Es geht nur um die strikte Anwendung des Kontrollsystems.» Die Kunden habe man per E-Mail über das Vorgehen informiert.

Erstellt: 09.04.2019, 10:34 Uhr

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