Winterthur

Auch mit Skihelm lässt sich Hockey spielen

Rund sechzig Kinder haben sich für das Eishockey im Rahmen der Feriensportkurse angemeldet. Luca ist einer von ihnen. Neben Hockey werden noch 26 weitere Sportarten angeboten.

Erste Schritte zur Hockeykarriere: Der Trainer erklärt Luca (im roten EHCW-Trikot) und seinen Kameraden die nächsten Übungen auf dem Eisfeld.

Erste Schritte zur Hockeykarriere: Der Trainer erklärt Luca (im roten EHCW-Trikot) und seinen Kameraden die nächsten Übungen auf dem Eisfeld. Bild: Madeleine Schoder

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Ich will endlich auf das Eisfeld», ruft der 10-jährigen Luca euphorisch. Mit Skihosen, Helm, Handschuhen, Eishockeystock und einem viel zu grossen EHC Winterhur-Trikot ausgestattet, wartet er geduldig auf den Start des Hockeytrainings in der Winterthurer Zielbau Arena.

Immer mehr begeisterte Kinder stürmen aus der Garderobe. Sie schnappen sich aus einem an der Wand befestigten Holzbehälter einen Stock und gesellen sich zu Luca an die Bande. Das Stockende müsse zwischen der Nase und dem Mund enden, erklärt Luca stolz.

Von Montag bis Freitag, jeweils um 9 Uhr beginnt der Sportferienkurs, der vom Dachverband Winterthur Sport (DWS) organisiert wird. Die drei Trainer vom EHC Winterthur, zwei Männer und eine Frau, begrüssen die 25 Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren in der Mitte des Eisfelds. Viele Kinder stehen diese Woche zum ersten Mal auf den Schlittschuhen.

Umfallen macht nichts

Im Kurs nehmen sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene teil. So tragen einige Kinder eine professionelle Eishockeyausrüstung, andere sind mit Inlineskateschonern und Skihelm ausgerüstet. Mit einem unüberhörbaren Pfiff beginnt das Training. Die Kids trainieren in drei Gruppen. Im vorderen Drittel des Eisfelds geben die Anfänger ihr Bestes.

«Jetzt machen wir noch einen Match. Das ist das Coolste» Luca

Nach einem kurzen «Fangis» zum Aufwärmen, erhalten sie die ersten Tipps, wie man mit Schlittschuhen rückwärts fährt. Ab und zu rutscht ein Kind aus und fällt hin, doch Sorgen machen muss man sich deswegen nicht, es steht bereits wieder.

Im mittleren und hinteren Drittel absolvieren die fortgeschrittenen Eishockeyschüler jeweils einen Parcours mit verschiedenen Stationen. Sie lernen unterschiedliche Bremsmöglichkeiten kennen und verbessern ihre Stocktechnik.

In einer kurzen Trainingspause kurvt Luca, der zur mittleren Gruppe gehört, auf die Spielerbank zu und greift nach seiner Trinkflasche. Nach einem grossen Schluck erzählt er: «Jetzt machen wir noch einen Match. Das ist das Coolste vom ganzen Training.»

Und schon flitzt er wieder los. Jede Gruppe spielt auf ihrem Drittel einen Schlussmatch. Einen festen Torhüter mit klobigen Beinschonern, wie man ihn sonst vom Eishockey kennt, gibt es nicht. Es fallen viele Tore.

Nicht nur Kinder erfreut

Um 10 Uhr, nach einer Stunde auf dem Eis, ertönt der Schlusspfiff und alle Kinder versammeln sich erneut im Kreis in der Spielfeldmitte. Zur Verabschiedung klatschen die Kinder mit den Trainern ab. Lachend machen sich die jungen Eishockeyaner auf den Weg zu ihren Eltern, die am Spielfeldrand warten.

Das Training hat sichtlich Spass gemacht. «Durch den Herbstferienkurs verzeichnen wir auch Neuanmeldungen im Verein», sagt Trainerin Leonie Kälin. Nach dem Winterkurs sei dies weniger der Fall, da die Hockeysaison kurz danach zu Ende ist.

Auch Dajana Carli, Lucas Mutter ist begeistert: «Luca hat bereits dreimal den Eishockeykurs besucht. Er war auch schon im Unihockey und hat Luftpistolenschiessen ausprobiert. Und Lucas Geschwister besuchen derzeit auch Kurse.»

(Der Landbote)

Erstellt: 09.02.2018, 17:36 Uhr

Teilnahmerekord

Die Sportferienkurse des Dachverbands Winterthur Sport (DWS) verbuchen in den Winterferien 2018 mit etwa 1000 Anmeldungen einen neuen Teilnahmerekord. Seit den 1970er Jahren organisiert der DWS in den Schulferien ein Angebot für Mädchen und Knaben zwischen 6 und 16 Jahren, die neue Sportarten kennenlernen möchten.

Erstmals im Winter ist dieses Jahr auch der Skills Park mit diversen Trendsportarten vertreten. Die Stadt Winterthur stellt Hallen zur Verfügung und beteiligt sich mit 8 Franken pro Teilnehmer an den Kosten.

Das Ziel sei, dass sich Kinder, auch aus ärmeren Familien, polysportiv ausleben können, erklärt Regula Kuhn, Organisatorin der Feriensportkurse. Anmeldungen für die zweite Sportferienwoche sind unter der unten stehenden Internetseite möglich.

www.dwswinterthur.ch

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Paid Post

Soforthilfe für Smartphones

Ob Displaybruch, defekte Kamera oder Wasserschaden – Wintek Swiss hat meist eine Lösung.

Kommentare

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben