Albanifest

«Auf dem Riesenrad weht immer ein Lüftchen»

Weder die Hitzetage noch die neue Tarifordnung bringen die Albanifest-Organisatoren ins Schwitzen.

Auf dem Neumarkt wurde, wie jedes Jahr, das Riesenrad montiert. Oben, über den Hausdächern der Altstadt, darf man auf ein kühlendes Lüftchen hoffen.

Auf dem Neumarkt wurde, wie jedes Jahr, das Riesenrad montiert. Oben, über den Hausdächern der Altstadt, darf man auf ein kühlendes Lüftchen hoffen. Bild: Marc Dahinden

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Die Sommerhitze kann die Albanifest-Freude nicht dämpfen. «Abkühlen kann man sich auf der neuen Wasserrutsche Rio Rapidos beim Stadthaus», sagt Albani-OK-Präsident Daniel Frei. Auf der grünen Rutsche mit den ringförmigen Booten, welche dieses Jahr den Klassiker «Crazy Mouse» ablöst, landet man nach wilden Kurven spritzend in einem Wasserbecken. Freis zweiter Tipp: «Das Riesenrad. Da oben geht immer ein Lüftchen.»

Fürs Fest sei die Hitze nicht schlecht, sagt Frei: «Die Leute kommen trotzdem. Einfach später am Tag, weil sie sich am Nachmittag noch im Schwimmbad abkühlen.» Der OK-Präsident startet mit gutem Gefühl in den Festtrubel. Es ist das zweite Albani-Fest mit der neuen Leistungsvereinbarung mit der Stadt. «Für uns ist das eine Entlastung», sagt Frei. «Wir wissen im Vorfeld ganz genau, welche Kosten anfallen und erhalten von der Stadt nur noch eine Rechnung, statt 18. Das ist für beide Seiten eine Win-Win-Lösung.»

Wer bestellt nun Rotwein?

Bereits im Vorjahr waren die Temperaturen am Fest hoch gewesen. Einzelne Vereine hatten im Nachgang geklagt, sie seien auf dem Rotwein sitzengeblieben. Der Festwein, von dem jede Albani-Beiz fünf Harassen abnehmen muss, ist Teil eines grösseren Konzepts.

«Die Grundidee ist seit jeher, dass gewisse Produkte wie Bier, Mineral, Wein und Würste überall das gleiche kosten», sagt Frei. So werde verhindert, dass sich die Festwirtschaften gegenseitig übertrumpfen und die Preise mit Spezialitäten in die Höhe treiben. «Wir möchten, dass eine Familie mit Kindern es sich leisten kann, am Albanifest zu essen», sagt Frei. Den Festwein loszuwerden sei für die Vereine normalerweise kein Problem, sagt er. «Im Gegenteil, letztes Jahr war der gespritzte Weisse in vielen Beizen schon am Freitagabend ausverkauft.»

Die Technoparty ist zurück

Was die teilnehmenden Vereine, Schausteller und Verkaufsbuden betrifft, sei das Fest sehr konstant, sagt Frei. Eine Neuerung ist erwähnenswert: Es gibt ein Wiedersehen mit dem «Verein für mehr Bewegung», eine Gruppe von Personen, die im Winterthurer Nachtleben und der Clubszene aktiv sind. Sie hatten 2017 auf dem Merkurplatz hinter dem Manor eine sehr populäre Technoparty organisiert. Im Folgejahr wurde der Platz allerdings den Footballern der «Winterthur Warriors» zugesprochen, welche auch dieses Jahr dort wirten.

Nun steigt in der Steinberggasse der «Tanz zur Steibi». An drei Tagen treten 14 Acts und DJs aus dem Bereich der elektronischen Musik auf. Angekündigt werden «3 Tage voller Liebe, Leidenschaft, Bass und musikalischem Glanz». Die Temperaturen sind auch hier Thema: Auf «Facebook», wo die vom Verein organisierte Partyreihe «Friede Freude Freitag» über 2800 Follower hat, wird neben einem «Highclass Soundsystem» auch Abkühlung mit Sprühnebel-Maschinen angekündigt.

Erstellt: 25.06.2019, 18:04 Uhr

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