Winterthur

Auf der Schützi droht ein Matsch-Match

Beim Cupspiel des FCW gegen Thun habe sich die Schützenwiese als «Riesenacker» präsentiert, meinte kürzlich GC-Trainer Uli Forte. Der Platz ist zwar inzwischen wieder bespielbar, doch die Wetterprognosen für das Derby von heute gegen GC sind schlecht.

Schlammschlacht: Der Rasen der Schützenwiese erfüllt nicht mehr die von der Swiss Football League vorgegebenen Anforderungen im Bereich der «Wasserdurchlässigkeit».Foto: Enzo Lopardo

Schlammschlacht: Der Rasen der Schützenwiese erfüllt nicht mehr die von der Swiss Football League vorgegebenen Anforderungen im Bereich der «Wasserdurchlässigkeit».Foto: Enzo Lopardo

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Der Regen prasselte, der Rasen war tief: Als der FCW Ende Oktober im Cup-Achtelfinal den FC Thun raushaute, nahmen viele den Fussballplatz eher als Acker denn als Wiese wahr.

Noch am vergangenen Samstag zeigte sich GC-Trainer Uli Forte mit Blick auf das Derby von morgen Freitag ziemlich skeptisch. Er hoffe aber, dass sich der Platz auf der Schützenwiese noch erholen werde, sagte er.

«Gut ist der Rasen nicht»

«Der Rasen ist bespielbar, aber gut ist er nicht», erklärte FCW-Geschäftsführer Andreas Mösli auf Anfrage. Der Cupfight hatte zwar auf dem Rasen der Schützenwiese tiefe Spuren hinterlassen, doch die Arbeiter des Sportamtes haben inzwischen alles getan, um den Platz wieder auf Vordermann zu bringen. Weil die Wiese jedoch lange Zeit zu nass war, konnte man keine Maschinen auf den Platz fahren.

«Für den Freitag erwarten wir dann in der Deutschschweiz Dauerregen»

«Zuerst war deshalb Handarbeit angesagt», sagte Dave Mischler, Leiter des Sportamts. Später haben dann Arbeiter mit einem Traktor und einer speziellen Vorrichtung kleine Löcher in den Rasen gestochen, damit das Wasser schneller und besser ablaufen kann.

Dann wird also das Spiel gegen die Grasshoppers heute Abend unter regulären Bedingungen über die Bühne gehen können? «Ich hoffe es», sagt Platzwart Cosimo Monteleone. So ganz sicher scheint sich der Platzwart offenbar nicht zu sein. Und das kommt nicht von ungefähr. Denn die Wetterprognosen sind denkbar schlecht. «Für den Freitag erwarten wir dann in der Deutschschweiz Dauerregen», sagt Meteorologin Gabriela Granat.

20 Liter pro Quadratmeter

«Wir rechnen innert 24 Stunden mit etwa 20 Liter Regen pro Quadratmeter.» Es sei zudem gut möglich, dass sich die Regenfälle aufgrund eines neuen Feuchtepaketes am Freitagabend sogar noch intensivierten. Es werde zudem spürbar kälter. «In intensiven Niederschlägen können vereinzelt sogar Schneeflocken dabei sein.»

Die Schützi am Freitagmittag im Dauerregen. Die Strafräume werden gar durch Blachen abgedeckt. Video: tm

Es droht also aufgrund des Dauerregens ein Matsch-Match. Oder wird das Spiel gar schon vor dem Anpfiff abgesagt – und verschoben? «Das hoffe ich natürlich nicht», sagt Mösli. «Aber ein Novum wäre es nicht.» Man habe in der Vergangenheit schon mehrmals Spiele absagen müssen. Letztlich müsse das dann aber der Schiedsrichter entscheiden, erklärt Mösli. Inwieweit die Platzverhältnisse ein Spiel zulassen oder nicht, werde der Schiri vor allem anhand des Ballrollverhaltens auf dem Rasen beurteilen.

Bald ein neuer Rasen

Klar ist: Der Schützi-Rasen ist schon seit geraumer Zeit ein Sanierungsfall. Bekannt ist zudem, dass der Stadtrat kürzlich fast eine Million Franken für die Erneuerung des Platzes gesprochen hat. Die Sanierungsarbeiten beginnen Ende Mai 2020 und dauern bis September.

Erstellt: 06.11.2019, 18:00 Uhr

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Das Hochrisikospiel gegen GC könnte für den FCW teuer werden

Die Fan-Gewalt bleibt auch in dieser Saison ein Thema. Anfang Mai kam es beispielsweise zu Schlägereien zwischen Fans von St. Gallen und GC. Bei Kemptthal stoppten die St. Galler ihren Extrazug mit der Notbremse, draussen warteten schon Zürcher Hooligans.

Mit der Möglichkeit solcher Fangewalt hat man sich auch beim FCW und bei der Stadtpolizei auseinandergesetzt. «Das Spiel von morgen Freitag bedeutet für uns als Stadtpolizei einen Mehraufwand», sagt deren Sprecher Adrian Feubli.

Entsprechende Anpassungen beim Sicherheitsdispositiv seien in enger Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei vorgenommen worden. Gratis ist das nicht. Ein Hochrisikospiel, wie jenes von morgen zwischen dem FCW und GC kann schnell einmal über 100'000 Franken kosten.

Im Mai hatte die Stapo klar gemacht, dass sie vom FCW mehr Geld wünscht. FCW-Geschäftsführer Andreas Mösli sagt, dass es jetzt eine neue Regelung gebe. Bei einem Hochrisikospiel sei man nun bereit einen Betrag im «hohen fünfstelligen Bereich» zu übernehmen.

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