Winterthur

Auf Grünkohlmission auf der Schützenwiese

Erste Kunstaktion auf der Schützenweise: Giesbert Grünkohl aus Westfalen beglückt die Fans mit Grünkohlpesto.

Giesbert Grünkohl animierte am Samstag die FCW Fans.

Giesbert Grünkohl animierte am Samstag die FCW Fans. Bild: Marcel Gähler

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Was die Kunst angeht, ist die Schützenwiese mit dem (Kunst)Salon Erika seit längerem international. Diesmal, anlässlich des Samstagspiels des FCW gegen Vaduz, kündigte der Platzsprecher gar eine Premiere an: Die Kunstaktion der in Deutschland bekannten Hamburger Künstler Swaantje Günztel und Jan Philip Scheibe.

Die beiden hatten etwas Besonderes aus Westfalen mitgebracht: Die Kunstfigur Giesbert Grünkohl und die Grünkohlpesto. Der leckere, in der Schweiz völlig unbekannte Häppchenaufstrich steht im Zentrum ihres Kunststipendiums, bei dem es um den Grünkohl und seine gesellschaftliche und individuelle Bedeutung für eine Region geht, die in der kriegsversehrten Vergangenheit oftmals nur dank diesem Gemüse überhaupt überlebt hat.

Vor dem Spiel kam es zu einer fast ausserirdischen Begegnung. Bild: Marcel Gähler

Am Samstagabend hatte sich Scheibe das Kostüm des Giesbert Grünkohl überzogen. Er ist Teil der Performance und schlägt die Brücke zum Publikum. Und so paradierte Giesbert in leichtem Trab und Fähnchen schwingend vor der Stehtribüne. Zuvor war es auf dem Dach des Salon Erika zu einer Begegnung mit dem Weltraum-Kosmonauten gekommen. Kunstpartnerin Güntzel, im rotweiss getüpfelten Kleid, verteilte derweil ihre grünen Partyhäppchen unter den Fussballfans.

Auf der Schützi Utopie verwirklicht

Natürlich ging es bei dieser Kunstperformance nicht um die Lancierung eines neuen Produktes. Die Begegnung zwischen Giesbert, den Zuschauern und dem Kosmonauten ist so witzig wie absurd und dennoch stimmig. «Einverstanden», sagt Swaantje Güntzel dazu. «Wir wollen mit unseren Aktionen ganz Verschiedenes zusammenbringen, emotional, gedanklich und natürlich spielerisch», betont Güntzel.

Giesbert Grünkohl fieberte mit dem FCW mit. Bild: Marcel Gähler

Was in der Kunst manchmal noch Utopie ist, ist auf der Schützi bereits Realität: Dort begegnen sich im Stadion die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen, jubeln und verzweifeln. Und mit der lautstarken Unterstützung bekunden die Fans ihre Identifikation mit der Mannschaft, vielleicht sogar mit der Stadt Winterthur, wo Grünkohl eine Seltenheit ist. Auf die Schützi eingeladen wurden Güntzel und Scheibe von Kurator und Künstler Marcel Gähler, Die Fotos ihrer Winterthurer Aktionen sind in den kommenden vier Heimspielen im Salon Erika ausgestellt.

Erstellt: 21.10.2019, 10:21 Uhr

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