Winterthur

Ausflugsziele anpeilen wie ein Vogel

Zürich hat schon lange eine, Bern ebenfalls, selbst der Bodensee und nun auch Winterthur: eine Erlebniskarte. Sie soll nicht nur Touristen ansprechen, sondern auch Familien die Ausflugs­ziele in Winterthur und Region näher bringen.

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Stolz präsentiert Winterthur Tourismus die erste Edition der Erlebniskarte. Die 100 000 Exemplare starke Auflage erfreut sich bereits jetzt einer grossen Beliebtheit. Gezeichnet wurde die Karte von Künstler Arne Rohweder in der Vogelperspektive, sodass man einen guten Überblick über die Gegend erhält.

Auch Winterthur hat nun eine eigene Erlebniskarte. Klicken Sie auf das Bild, um die gesamte Karte zu sehen.

Die Schöpfer haben vier Stadtspaziergänge erarbeitet, die jeweils zwischen dreissig und neunzig Minuten dauern. Wahlweise kann man durch die Altstadt schlendern, die Aussicht vom Bäumli oder vom Rosengarten geniessen und natürlich darf ein Industriespaziergang durch das Sulzer-Areal nicht fehlen.

Auch sonst wird auf Altbewährtes gesetzt. So präsentiert man die kulturellen Höhepunkte wie die beiden Oskar-Reinhart-Museen oder das Kunstmuseum prominent, verzichtet aber teilweise auf die junge, moderne Seite von Winterthur. Begründet wird die Auswahl mit dem Angebot der Stadt und der Mitwirkungsbereitschaft der Teilnehmer, wie Winterthur Tourismus auf Anfrage mitteilt.

Zürich fällt raus

Der Fokus der fantasievoll gestalteten Karte liegt auf der Region nordöstliche von Winterthur. Die Stadt Zürich wird völlig ignoriert und liegt im Unterschied zu Bregenz oder Singen nicht auf der Karte. Diese Nichtberücksichtigung soll aber keine Spitze gegen die Kantonshauptstadt sein.

Es ist vielmehr so, dass Zürich eine eigene Erlebniskarte hat, die ebenfalls bei Winterthur Tourismus bezogen werden kann. Zudem wird der Entscheid durch die Orientierung an der Grand Tour of Switzerland, die über den Bodensee nach Winterthur und erst dann nach Zürich führt, beeinflusst. Die Grand Tour of Switzerland wurde 2015 von Schweiz Tourismus lanciert und führt durch das ganze Land.

Die Umgebung von Winterthur wird auf der Rückseite dargestellt und bewusst weit gefasst. So ist es gelungen, nebst den lokalen Attraktionen wie die Wanderung auf den Schauenberg auch den Seilpark Atzmännig oder die Seilbahnfahrt auf den Säntis in die Karte einfliessen zu lassen

Erstellt: 17.05.2016, 18:51 Uhr

Die Geheimtipps der Redaktion

Die «Landbote»-Redaktion hat sich gefragt, welche Attraktionen aus Stadt und Region auf der detaillierten Erlebniskarte von Winterthur Tourismus noch fehlen.

Bierbrauen hat in Winterthur eine grosse Tradition. Seit dem Wegzug der Bierproduktion von Haldengut wurden mehrere kleine Bierbrauereien in Winterthur gegründet. Die Kleinbrauereien sind sehr innovativ und bieten ein breites Angebot mit verschiedenen Spezialitäten und Aktivitäten an. Eine Brauereiführung machen oder sogar das Bier selber brauen kann man auf Voranmeldung unter anderem bei Chopfab und Euelbräu.

Das Nachtleben in Winterthur ist vielseitig und auch für Touristen attraktiv. Nebst den vielen Bars und Cafés in der Altstadt fehlen auch die Kulturzentren Salzhaus und Gaswerk auf der Karte.

Die Kinos
gehören in Winterthur genauso zum Unterhaltungsangebot wie die Theater oder die Museen. Das Cameo, die Kinosäle im Kesselhaus, die Loge und das Kiwi-Kino präsentieren jeweils verschiedene Filme aus unterschiedlichen Genres und sind alle auf ihre Art speziell.

Schlauchbootfahren auf der Thur ist ein Schulreiseklassiker, mit Sack und Pack paddeln viele Klassen im Sommer mit dem Schlauchboot von Gütighausen nach Flaach. Die Schlaufe zwischen Gütighausen und der Thurbrücke lädt zum endlosen Gummibootspass ein.

Biber beobachten kann man nicht nur auf dem WWF-Biberpfad, sondern auch am Bibersee bei Marthalen. Das Gebiet steht seit 2012 unter Naturschutz. Nicht weit entfernt von dort liegt zudem das Naturschutzzentrum Thurauen bei Flaach, wo seltene Vögel wie Fluss­regenpfeifer, Pirol oder Eisvogel leben. Ein weiterer Tipp: Im Frühling sind in Flaach frische Spargeln direkt ab Hof erhältlich.

Die Greifvogelstation in Berg am Irchel bietet Führungen an. Dabei können Besucher Eulen und Raubvögel der Schweiz hautnah erleben.

Der Brauiweiher ist seit längerem kein FKK-Treffpunkt mehr, sondern ein lauschiges Plätzchen für Wasserratten. Im Winter kann man auf dem See zwischen Weisslingen und Agasul Schlittschuh laufen.

Die Saunalandschaft in Radolfzell direkt am Bodensee ist für passionierte Saunagänger ein längst bekannter Geheimtipp. Die Abkühlung im See ist vor allem im Winter ein Highlight.

Die Schaukäsereien auf der Schwägalp und in Stein sind von Winterthur aus innerhalb von 50 Minuten zu erreichen und bieten sich als Ausflugsziel bei schlechtem Wetter an.

Der Walter-Zoo in Gossau ist mit Zug und Bus rasch von Winterthur aus zu erreichen. Rund 500 Tiere aus über 100 verschiedenen Tierarten leben im Zoo, der von der Familie Federer betrieben wird. Bekannt ist der Walter-Zoo vor allem für seine Schimpansen. roh/gvb

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