Winterthur

Autoneum trotzt globalem Trend

Weltweit ­werden weniger Autos ­produziert als früher. Dennoch konnte die Firma Autoneum, die den Herstellern Bauteile liefert, im letzten Jahr zulegen.

Der Schlosstaler Autoteile-Hersteller Autoneum veröffentlichte heute seine Jahreszahlen.

Der Schlosstaler Autoteile-Hersteller Autoneum veröffentlichte heute seine Jahreszahlen. Bild: mad

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Wachsen, wenn der Markt wächst, in dem man tätigt ist – das ist leicht. Der einst von Rieter abgespaltenen Firma Autoneum im Schlosstal bei Töss gelang es 2018 jedoch, die Verkäufe zu steigern, obwohl die globale Autoindustrie an Umsatz verlor, so teilte das Unternehmen heute mit.

Deutlich verbessert haben das Ergebnis vor allem die Divisionen Europa und Asien.

Erstmals seit der Wirtschaftskrise 2009 wurden letztes Jahr weltweit mit knapp 95 Millionen Stück weniger Autos produziert als im Vorjahr. Autoneum derweil konnte die Summe der verkauften Waren – verschiedene Produkte zur Schall- und Hitzedämmung von Fahrzeugen, die an die Auto­hersteller geliefert werden – um 3,4 Prozent erhöhen. Deutlich verbessert haben das Ergebnis vor allem die Divisionen Europa und Asien.

Dagegen schrumpfte man im grössten Markt, in Nordamerika, um 4,4 Prozent – eine Entwicklung, die sich abgezeichnet hatte und an der Börse schon im letzten Jahr zu Verwerfungen geführt hatte. In der heute publizierten Mitteilung ist von einem «defizitären Ergebnis» aufgrund der schlechten Auslastung in den US-Werken die Rede.

220 Arbeitsplätze im Schlosstal

Nach dem Absturz im letzten Jahr, fast 48 Prozent insgesamt, legten die Autoneum-Papiere heute in einem leicht positiven Gesamtmarkt um 1,15 Prozent zu.

Autoneum beliefert praktisch alle grossen Fahrzeughersteller der Welt. Am Hauptsitz der Firma im Schlosstal arbeiten rund 220 Personen; produziert wird vollständig im Ausland.

Zu den Gewinnzahlen 2018 ­sowie den Aussichten für das neue Jahr wird Autoneum im März informieren. Im «Land­boten» erscheint demnächst ein ausführliches Interview mit Firmenchef Martin Hirzel zur ak­tuellen Situation der Firma.

(gu)

Erstellt: 23.01.2019, 17:39 Uhr

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