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Bäckerei Lyner kommt aufs Frohsinnareal

Es tut sich etwas auf dem Frohsinn-Areal: Schon in zwei Wochen beginnen mit dem offiziellen Spatenstich die Bauarbeiten. Jetzt ist auch klar, wer das Café im Neubau führen wird: Es ist die bestens bekannte örtliche Bäckerei.

Im Sommer 2020 soll die neue Überbauung auf dem Frohsinnareal eröffnet werden.
Im Sommer 2020 soll die neue Überbauung auf dem Frohsinnareal eröffnet werden.
Visualisierung PD

Rund 50 Meter Luftlinie sind es vom heutigen Standort der Bäckerei Lyner an der Wieshofstrasse 15 bis zum neuen auf dem Frohsinn-Areal. Der Wülflinger Traditionsbetrieb übernimmt im geplanten Neubau auf dem Frohsinn-Areal ab 2020 das Café und eine Verkaufsfläche. Der entsprechende Mietvertrag ist unter Dach und Fach, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Schon in zwei Wochen beginnen mit dem Spatenstich die Bauarbeiten auf dem Areal. In zwei Jahren entstehen zwei Neubauten und das alte Bauernhaus wird renoviert, die Stadt investiert 9 Millionen Franken.

Bäcker in vierter Generation

Die Bäckerei verlegt ihren Verkauf ins neue Lokal. Die Produktion, also die eigentliche Bäckerei, bleibt am alten Standort an der Wieshofstrasse. Durch die frei werdenden Fläche kann sie leicht vergrössert werden, sagt Peter Lyner. «Wir haben heute enge Verhältnisse, so gibt es mehr Platz.»

Peter Lyner führt die Bäckerei mit heute 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 10 Lehrlingen bereits in der vierten Generation. Sein Urgrossvater hatte das Geschäft an der Wieshofstrasse anno 1903 gegründet. Seither wurde es von Generation zu Generation weiter gegeben.

«Man darf einen Betrieb nie aus familiärer Verpflichtung übernehmen, sondern aus Leidenschaft.»

Peter Lyner

Die Geschichte ist auf der Homepage des Unternehmens mit vielen Bildern dokumentiert, inklusive Höhepunkten auch von nicht betriebswirtschaftlicher Relevanz. So hat die Bäckerei zum Beispiel 2018 den lokalen Wirtschafs-Oscar KMU-Max gewonnen. Oder 1994 mit dem grössten Dreikönigskuchen der Welt einen Rekord aufgestellt, der die Winterthurer Bäckerei in die Tagesschau des Schweizer Fernsehens brachte.

Peter Lyner war 1992 nach langer Tätigkeit in den USA und in Afrika in den elterlichen Betrieb zurückgekehrt, den er 1998 kaufte. «Ich war der in der Familie, der wollte», sagt er zur Nachfolgeregelung und lacht. «Man darf einen Betrieb nie aus familiärer Verpflichtung übernehmen, sondern aus Leidenschaft.»

Ein Zukunftsmodell

Der heute 53-jährige hat den Betrieb über die letzten Jahre kontinuierlich ausgebaut. Heute zählt Lyner drei weitere Filialen: Römertor, Stadthausstrasse und Graben. Lyner blieb aber innerhalb der Stadtgrenzen. «Grössere Betriebe leiden in der Logistik», sagt er. Zudem stehe man als Geschäftsführer nur im Stau.

Am Projekt auf dem Frohsinn-Areal hat Lyner schon früh Interesse signalisiert. Die Stadt suchte daraufhin gar nicht erst nach einem anderen Nutzer, wie Stadträtin Yvonne Beutler (SP) sagt. «Wir wollten einem lokalen KMU eine Chance geben.» Er hoffe, seinen Kundenstamm mitnehmen zu können, sagt Peter Lyner. «Wir haben wohl einen Startvorteil.» Die Kombination von Bäckerei und Café bringe Synergien. Für für Lyner ist sie ein Zukunftsmodell, das er ausprobieren will. Ob es funktioniert? Er lacht. «Fragen sie mich in drei Jahren nochmals.»

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