Winterthur

Barbara Günthards Nationalrats-Pläne

Trotz Kritik an einem möglichen Doppelmandat will Stadträtin Barbara Günthard nochmals für den Nationalrat kandidieren. Die FDP-Parteiversammlung hat sie mit zwei anderen Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen.

Ein neuer Anlauf: Barbara Günthard will nochmals für den Nationalrat kandidieren.

Ein neuer Anlauf: Barbara Günthard will nochmals für den Nationalrat kandidieren. Bild: mas

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Für die Nationalratswahl im Jahr 2015 kandidierte Stadträtin Barbara Günthard (FDP) mit intakten Chancen. Gereicht hat es nicht ganz, sie landete auf dem zweiten Ersatzplatz. Ihre Kandidatur hatte jedoch schon im Vorfeld zu heftigen Diskussionen geführt, weil sie im Falle einer Wahl Stadträtin bleiben wollte.

Das sei zu schaffen, sagte sie, wenn man organisiert sei und gute Leute um sich habe. Nun steht im Herbst 2019 die nächste Nationalratswahl an und Barbara Günthard will erneut kandidieren. Es ist ihr vierter Anlauf.

Am Mittwoch hat die FDP Winterthur Barbara Günthard zusammen mit Kantonsrat Dieter Kläy und Gemeinderat Urs Hofer zuhanden der Bezirks- und Kantonalpartei für die Nationalratswahlen vorgeschlagen. Die offizielle Nomination durch die Bezirkspartei fand gestern Abend statt.

Umfrage

Trotz Kritik an einem möglichen Doppelmandat will Stadträtin Barbara Günthard nochmals für den Nationalrat kandidieren. Finden Sie das in Ordnung?

Ja, sie wäre schliesslich nicht die Erste die das hinkriegt.

 
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Nein, in ihrer Funktion als Stadträtin hat sie mehr als genug zu tun.

 
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Wieder ein Winterthurer Sitz

Carola Etter-Gick, Vizepräsidentin der lokalen FDP sagt, es sei der Partei ein Anliegen, wieder einen Sitz für Winterthur zu gewinnen, wie man ihn lange traditionell inne gehabt habe. «Mit diesen drei Kandidaturen stehen die Chancen dafür gut.»

«Ich habe drei Mal für den Nationalrat kandidiert. Viele haben in mich vorinvestiert, das will ich nutzen.» Barbara Günthardt

Allerdings befinde man sich noch am Anfang eines langen Prozesses. Entsprechend ist noch unklar, auf welchen Listenplätzen die Kandidaten platziert sein werden. «Die Nationalratsliste wird durch eine kantonale Findungskommission erst nach den Kantonsratswahlen definitiv gestaltet und im Frühling von der Delegiertenversammlung verabschiedet.»

Laut Etter-Gick hat die Stadtpartei keine Kandidaten-Vorselektion getroffen. Man habe jene drei Personen vorgeschlagen, die ihr Interesse am Amt bekundet hätten.

Barbara Günthard sagte auf Anfrage, sie habe sich für eine Kandidatur entschieden, weil sie ohne Druck antreten könne. «Ich habe als amtierende Stadträtin in meinen bald zwei Legislaturen gemeinsam mit meinen Leuten viel erreicht und kann noch lange so weiter machen. Das ist die beste Voraussetzung, in einen Wahlkampf einzusteigen — gelassen und optimistisch.»

Zudem sei eine Kandidatur logisch: «Ich habe drei Mal für den Nationalrat kandidiert. Viele haben in mich vorinvestiert, das will ich nutzen.» Und sie habe einfach eine Leidenschaft für die nationale Politik. Im Stadtrat sei ihre Kandidatur bislang noch kein Thema gewesen, da die Nomination durch die Kantonalpartei ja erst im Frühjahr stattfinde.

Durchmischte Liste

Die FDP hat am Mittwoch nicht nur die Wahlvorschläge für den Nationalrat festgelegt, sondern auch die Kandidierenden Kantonsratswahlen vom 24. März 2019 nominiert. Angeführt wird die 13 Personen umfassende Liste vom ersten Vizepräsidenten des Kantonsrats, Dieter Kläy.

Er hält den aktuell einzigen Sitz der FDP Winterthur im Kantonsrat. Es folgen Gemeinderätin Carola Etter-Gick und Gemeinderat Felix Helg. Spitzenkandidat der Jungfreisinnigen ist Raphael Perroulaz auf Platz 4. Das Durchschnittsalter der Kandidierenden liegt bei 40 Jahren. (Der Landbote)

Erstellt: 30.08.2018, 17:28 Uhr

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