Wintower

Bettina Stefanini will das Hochhaus zugänglicher machen

Die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, Besitzerin des Wintower beziehungsweise des Sulzer-Hochhauses, will die Räume und die Terrasse auf 100 Metern Höhe für Veranstaltungen und Besichtigungen unter bestimmten Voraussetzungen öffnen.

Im Untergeschoss «ihres» Hochhauses trafen sich gestern über 500 pensionierte Mitarbeitende. Neu ist auch der Gang auf die Terrasse möglich.

Im Untergeschoss «ihres» Hochhauses trafen sich gestern über 500 pensionierte Mitarbeitende. Neu ist auch der Gang auf die Terrasse möglich. Bild: Nathalie Guinand

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Am Mittwoch versammelten sich über 500 Sulzer-Pensionärinnen und -Pensionäre zum regelmässigen Treffen im Wintower zu Kaffee und Kuchen, empfangen vom CEO Greg Poux-Guillaume höchst persönlich. Normalerweise findet der Anlass aufgrund des Grossaufmarsches in den Eulachhalle statt.

Für einmal wurde er nun auf dem Gelände des Wintowers durchgeführt. Das Gebäude soll neu öffentlicher und zugänglicher werden. Vielen sei kaum bewusst – so zumindest stellt die Hausbesitzerin, die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte – fest, dass der Wintower längst nicht mehr in Sulzer-Besitz sei. Das soll sich nun ändern.

«Besuche sollten Bildung im weitesten Sinne zum Zweck haben.»Bettina Stefanini,
Präsidentin Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte

Der inzwischen verstorbene Stiftungsgründer und Immobilienkönig Bruno Stefanini hatte das Gebäude 1999 gekauft und danach während vieler Jahre sanieren lassen. Inzwischen belegt Sulzer wieder rund die Hälfte der Fläche und blieb lange einzige Mieterin.

Seit Kurzem belegt die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte ein Stockwerk, und ab Juli wird Stefaninis Immobilienverwaltung Terresta ein weiteres Stockwerk belegen. Die übrigen Flächen sind noch immer frei, es laufen aber «Verhandlungen mit mehreren weiteren Interessenten», heisst es bei der Terresta AG auf Anfrage.

Die fantastische Aussicht blieb lange ungenutzt

Lange blieb der Wintower für Anlässe oder öffentliche Führungen geschlossen. Das Auditorium im Erdgeschoss war nur für Anlässe von Mietern, sprich der Firma Sulzer, vorbehalten. Die Besichtigung der Hochhausterrasse, die auf 100 Metern Höhe eine fantastische Aussicht bietet, waren nur in Ausnahmefällen möglich.

Die Stiftung unter der Leitung von Stefaninis Tochter Bettina hat nun beschlossen, die bisherige Zurückhaltung etwas aufzuweichen. «Wir stehen kurzen Besuchen mit einem öffentlichen Interesse relativ offen gegenüber», sagt Präsidentin Bettina Stefanini.

So könnten sich beispielsweise Vereine oder Schulklassen mit maximal 25 Personen anmelden. «Besuche sollten Bildung im weitesten Sinne zum Zweck haben». Schon heute würden Firmen, die sich die neue Haustechnik mit der innovativen Abwasserwärmenutzung genauer anschauen wollen, durch die Untergeschosse und gelegentlich – als eine Art Höhepunkt – auf die Terrasse geführt. Führungen dieser Art stünden im Fokus und sind kostenlos.

Bevölkerung soll am Wahrzeichen teilhaben

Für Geburtstagspartys, Verlobungsaperos und dergleichen gebe es weiterhin keine Bewilligung, betont Stefanini. Dies vorallem aus sicherheitstechnischen Gründen, da immer jemand vor Ort die Gruppe überwachen müsse. Die Sicherheitsauflage sei sehr strikt. Das Hauspersonal müsse stets den Überblick im Falle einer Evakuation haben.

Die Bevölkerung solle am Wahrzeichen der Stadt ein bisschen teilhaben können, lautet der Beweggrund der Stiftung, die Terrasse unter genannten Voraussetzungen zugänglich zu machen. Für konventionellere Zwecke mieten können Externe das Auditorium im Erdgeschoss, das Platz für 140 Personen und angeblich eine top Infrastruktur bietet.

Für die Pensionärinnen und Pensionäre der Sulzer war der Besuch eine schöne Gelegenheit, zurück zum Wahrzeichen ihrer Stadt und ihrer alten Arbeitsstätte zurückzukehren.

Erstellt: 12.06.2019, 17:59 Uhr

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