Winterthur

Bewerbung mit Mustersarg

Für ihre 800 bis 900 Bestattungen pro Jahr muss die Stadt einen Wettbewerb ausschreiben - wie für jeden Grossauftrag.

Die Stadt Winterthur bezahlt jedes Jahr 800 bis 900 Bestattungen (wie hier im Friedhof Rosenberg). Für Unternehmen ein lukrativer Auftrag.

Die Stadt Winterthur bezahlt jedes Jahr 800 bis 900 Bestattungen (wie hier im Friedhof Rosenberg). Für Unternehmen ein lukrativer Auftrag. Bild: jb

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Wer im Kanton Zürich stirbt, hat Anrecht auf eine unentgeltliche Bestattung, bezahlt durch die Wohngemeinde. Eine grosszügige Regelung, denn in den meisten Kantonen kostet eine Beisetzung mehrere Tausend Franken und wird durch ein privates Bestattungsunternehmen durchgeführt.

In Winterthur kümmert sich das Bestattungsamt beim Friedhof Rosenberg um den gesamten Prozess.

Der sogenannte «Winterthurer Sarg» besteht aus Fichtenholz und ist für Erd- wie für Feuerbestattung geeignet

Weil jedes Jahr in Winterthur rund 800 bis 900 Personen beigesetzt werden, erreichen der Auftrag für das Unternehmen, das sich um das Einsargen und die Überführung kümmert, und auch der Auftrag für die Lieferung der Särge einen Wert, der eine Ausschreibung nach Submissionsrecht nötig macht.

Deswegen waren diese zwei Lose im gestrigen «Landboten» öffentlich ausgeschrieben. Laufzeit ist drei bis sechs Jahre. Jedes Unternehmen, das sich den Auftrag zutraut, darf eine Offerte einreichen. Mögliche Sarg-Lieferaten müssen bis 14. September «termingerecht einen Mustersarg» einreichen, war in der Ausschreibung zu lesen.

Die Bestatter sind aus Lindau

Der sogenannte «Winterthurer Sarg» besteht aus Fichtenholz und ist für Erd- wie für Feuerbestattung geeignet, wie in der Wegleitung der Friedhofsverwaltung nachzulesen ist. Fast alle Angehörigen wählen dieses Standardmodell. Hergestellt wird es derzeit von der Firma Egli in Beromünster.

Die Bestattungsdienstleistungen kommen von der Firma Hans Gerber in Lindau - sie sind die eigentlichen Bestatter von Winterthur. Wie Firmenchef Urs Gerber sagt, werde man selbstverständlich wieder offerieren. Auch für die Särge, zum Familienunternehmen gehört nämlich auch eine Sargfabrik. (Der Landbote)

Erstellt: 27.07.2018, 12:54 Uhr

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