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Blerim Bunjaku wechselt zur SP

Kürzlich ist Blerim Bunjaku aus der EVP ausgetreten. Jetzt tritt er zur SP über – einvernehmlich, wie alle Seiten betonen.

Eigentlich ist Bleirm Bunjaku «nur» Schulpfleger im Kreis Seen-Mattenbach. Mit seiner Eimbürgerungs-Test-App fürs Handy machte er aber bereits national Schlagzeilen. Diesen Frühling sorgte er mit seinem umtriebigen Kantonsratswahlkampf für Aufsehen und jüngst mit seinem Austritt aus der EVP für Wirbel. Nun hat Blerim Bunjaku eine neue politische Heimat gefunden: Wie SP und EVP gestern gemeinsam mitteilten, wechselt der 37-jährige gebürtige Albaner zu den Sozialdemokraten.

Wegen dieser Personalie haben sogar «Gespräche mit der Spitze der EVP und der SP Winterthur stattgefunden, wie in der Mitteilung steht. Ein heikler Punkt dürfte gewesen sein: Bunjaku steht auf dem zweiten Nachrutschplatz der EVP für den Kantonsrat. Er könnte dort also theoretisch als SP-Mitglied einen EVP-Sitz erben, falls der jetzige EVP-Kantonsrat Nik Gugger einmal in den Nationalrat wechselt und EVP-Präsidentin Barbara Günthard Fitze kein Interesse an einem Sitz im Zürcher Rathaus hätte. Diese Möglichkeit ist nun ausgeschlossen: Bunjaku würde auf eine Nachrutschmöglichkeit verzichten, steht im Communiqué. Das Amt des Kreisschulpflegers darf er jedoch behalten.

Freude über ein engagiertes neues Mitglied

Blerim Bunjaku sagt zu seinem Parteiwechsel: «SP und EVP vertreten nahe Positionen für eine soziale und gerechte Gesellschaft.» Für einzelne Personen in der EVP habe seine Sicht der Dinge immer wieder Fragen aufgeworfen. Von der Mehrheit des EVP-Vorstandes habe er sich jedoch immer gestützt gefühlt. «In der SP hoffe ich, breiter unterstützt zu werden», sagt Bunjaku.

Die beiden Parteipräsidentinnen äussern sich in der Medienmitteilung sehr friedfertig zum Übertritt. «Aus Sicht der EVP war es wichtig, dass im Vorfeld alle Punkte intern besprochen und geklärt werden Konnten», lässt sich Barbara Günthard Fitze zitieren. SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer erklärt: «Die SP Winterthur freut sich, ein engagiertes Mitglied in ihren Reihen begrüssen zu dürfen. Uns war es jedoch wichtig, dass der Parteiwechsel im Einvernehmen mit der EVP erfolgt.»

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