Wirtschaft

Burckhardt nimmt in den USA den «Expressway»

Der Winterthurer Kompressorenhersteller schliesst die Übernahme der Arkos Field Services in den USA vorzeitig ab. Ein Rechtsstreit ist beigelegt.

Die Oberwinterthurer Firma Burckhardt Compressions hat nach einem Rechtsstreit nun die restlichen 60 prozent der Aktien der Arkos Field Services übernommen.

Die Oberwinterthurer Firma Burckhardt Compressions hat nach einem Rechtsstreit nun die restlichen 60 prozent der Aktien der Arkos Field Services übernommen. Bild: Archiv, Marc Dahinden

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Dass Burckhardt Compression die Arkos Group LLC, zu der die Arkos Field Services LP gehört, übernehmen würde, ist schon länger bekannt. Bereits 2015 hatte sich die Oberwinterthurer Firma am amerikanischen Unternehmen beteiligt, das als Serviceanbieter im Erdgassektor tätig ist. Im vergangenen Juni wollte Burckhardt Rechte zum Kauf von weiteren 20 Prozent der US-Firma ausüben. Aber es kam zum Streit über den Preis für die nicht an der Börse gehandelten Anteile. Diesen Streit haben die Parteien nun beigelegt und die ursprünglich in Tranchen geplante Übernahme in einem Zug abgeschlossen, indem Burckhardt per 25. November die restlichen 60 Prozent der Aktien übernommen hat. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.

Auf Wachstumskurs

Arkos erwirtschaftet mit 230 Mitarbeitenden einen Umsatz von rund 70 Millionen Franken pro Jahr. Der Ertrag der nächsten vier Monate fliesst im Frühling ins Ergebnis von Burckhardt Compression ein, das zwischen 600 und 640 Millionen Franken betragen dürfte. Diese Prognose hatte das Unternehmen bereits Anfang November gemacht. Es dürfte damit das umsatzreichste Geschäftsjahr der Firmengeschichte werden. «Es geht uns gut», bilanziert Mediensprecherin Saskia Hengartner, auch mit Blick auf einige etwas turbulentere Jahre. Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr über Vorjahresniveau, und auch bei den Gewinnmargen wird eine Verbesserung erwartet. «Wir wachsen nicht nur durch die Übernahme, sondern auch organisch», so Hengartner.

Neue Geschäftsfelder

Und so soll es weitergehen. Burckhardt will sich laut Hengartner nun auch alternativen Energien zuwenden. Sie meint damit fossile Energien im Bereich von Flüssiggas-Anwendungen, aber auch tatsächlich nachhaltige Energieformen – noch sei es aber verfrüht, dazu weitere Ausführungen zu machen. (mcl)

Erstellt: 27.11.2019, 09:04 Uhr

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