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Burger-Brutzler folgt auf Marroni-Brater

Am Graben steht ab morgen ein neuer Verkaufscontainer.

Am Graben gibt es keine Marroni mehr. Neu soll ein Burgerstand die Passanten glücklich machen.
Am Graben gibt es keine Marroni mehr. Neu soll ein Burgerstand die Passanten glücklich machen.
mad

Am Schluss ging die Rechnung für die Marronibrater am Graben einfach nicht mehr auf. 1125 Franken Standgebühren pro Monat mussten sie der Stadt abliefern, doch immer weniger Leute flanierten durch die Gassen und blieben stehen, um sich ein Säckli Marroni zu kaufen. 16 Jahre lang hatte zuerst Walter Müller, dann dessen Tochter Susi mit ihrem Ehemann Steve Greenidge aus Seuzach dort Marroni gebraten und verkauft. Mitte Februar dieses Jahres schloss die Familie Greenidge-Müller das Kapitel und den Marronistand.

Ein sozialer Metzgerprofi

Gestern nun kündigte Kurt Bühler aus Elgg an, dort künftig seine «Burgerchuchi» zu betreiben, einen umgebauten Schiffscontainer mit Holzkohlen- und Gasgrill. Bühler kommt aus einer Elgger Metzgerfamilie, er hat den Beruf auch gelernt, arbeitete zehn Jahre als Geschäftsführer der Metzgerei Hotz im Untertormärt, und ist seit sechs Jahren in der Fleischindustrie tätig. Dazwischen war er als Eventplaner in der freikirchlich orientierten Quellenhofstiftung engagiert, von daher stamme «seine soziale Einstellung», schreibt er. Der soziale Aspekt des Burgercontainers besteht darin, Menschen mit Migrationshintergrund zu beschäftigen, damit sie hier Fuss fassen, die Sprache und die hiesige Kultur lernen können. Andere Mitarbeitende rekrutiert er unter Studenten und Pensionierten. Auch seine Frau hilft mit.

Erste Erfahrungen mit seiner Burgerküche hat Bühler am Albanifest gesammelt, für den Standort am Graben wolle er sich nun einen zweiten, etwas kleineren Container bauen lassen, sagt er. Sein Burgerrezept gehe auf seinen Vater zurück, sei in Elgg schon bei vielen Anlässen erprobt und werde hoffentlich auch in Winterthur Anklang finden. «Von Wini für Winti» heisse sein Motto und das bedeute: Das weiche weggliartige Burgerbrötli kommt von Lyner aus Wülflingen, das Fleisch lässt er von Würmli in Elgg herrichten, auch das Gemüse kommt aus Elgg, von der Gärtnerei Wettstein.

«Ein sehr fairer Preis»

Die Standgebühr wird, weil sein Container auf Rädern grösser ist als der einstige Marronistand, etwas höher sein als jene des Marronibraters; gleichwohl findet Bühler, das sei «ein sehr fairer Preis». A propos Preis: Ein Burger bei der «Burcherchuchi by Küde» wird 9 Franken kosten, 50 Rappen mehr mit einer Scheibe Käse drin. Kunde und Kundin können wählen, welche Sauce und welche weiteren Zutaten sie wünschen, «mit Böle oder ohni». (mgm)

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