Illnau-Effretikon

Bussen erteilt wegen illegalem Baumateriallager

Auf einem Grundstück hat sich in Alt-Effretikon monatelang Baumaterial gestapelt, ohne dass dafür eine Bewilligung vorlag. Nun hat das Statthalteramt sowohl den Eigentümer als auch den Vermieter bestraft.

Ein Bauunternehmer hielt sich in Illnau-Effretikon eine Illegale Deponie – nun wurde er dafür bestraft (Symbolbild).

Ein Bauunternehmer hielt sich in Illnau-Effretikon eine Illegale Deponie – nun wurde er dafür bestraft (Symbolbild).

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Vom illegalen Baumateriallager an der Wattstrasse ist keine Spur mehr zu sehen. Rechtlich abgeschlossen wird der Fall aber erst jetzt. Das Statthalteramt des Bezirks Pfäffikon hat Bussen ausgesprochen: 5000 Franken gegen den Betreiber und 3000 Franken gegen den Vermieter. Die Sanktionen sind rechtskräftig, wie Statthalter Hans-Rudolf Kocher auf Anfrage bestätigt.

Mitten in Alt-Effretikon hatte ein Winterthurer Bauunternehmer Material wie Schaltafeln, Baugerüste und einen Bagger abgestellt. Die Firma hatte das Areal gemietet, um es als Abstellplatz zu nutzen. Die Illnau-Effretiker Baubehörde hat das Lager nicht bewilligt und im Januar 2018 die Räumung angeordnet. Diese ist längst erfolgt.

Lager geduldet

Das Lager erstreckte sich auf einer Fläche von etwa 630 Quadratmetern auf einer Wiese zwischen einer Scheune und einem Schopf. Für die Anwohner ein Skandal, weil es ausgerechnet in der Kernzone I errichtet wurde. Das Grundstück unterliegt der Gestaltungsplanpflicht.

«Wichtig für uns ist, dass das Baumateriallager endgültig weg ist.» 

Bereits ein Jahr vor der Räumungsanordnung hatten Anwohner die Baupolizei eingeschaltet. Es sei ein Affront, dass die Stadt ein solches Lager dulde, sagten sie damals gegenüber Züriost. Im Februar 2017 sagte der Bauunternehmer, dass ihm der Vermieter gesagt habe, es sei in Ordnung, das Baumaterial dort zu lagern.

«Richtige Sanktion»

Im November reichten zwei der Anwohner eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Baubehörde ein, die dann aber von den kantonalen Behörden abgewiesen wurde. Kritisiert wurde, dass es zu lange gedauert hatte, ehe die ­Behörden aktiv wurden.

Laut Anwohnern habe die Stadt schon seit mindestens zwei Jahren Kenntnis vom Baumateriallager gehabt. Dem widersprach der damalige Hochbauvorstand Reinhard Fürst (SVP). Amtliche Fotos würden belegen, dass das Lager 2015 noch nicht bestanden habe.

Ein Präzedenzfall

Eine Anwohnerin aus dem Quartier in Alt-Effretikon sagt, dass sie die nun verhängten Bussen nicht sonderlich interes­sierten. «Wichtig für uns ist, dass das Baumateriallager endgültig weg ist.»

Auf der Stadtverwaltung zeigt man sich ebenfalls froh, dass dieses Thema ­abgeschlossen ist. «Es ist sicher richtig, dass in diesem Fall die unbewilligte Errichtung eines Baumateriallagers von der zuständigen Behörde sanktioniert wurde», sagt Stadtschreiber Peter Wettstein.

Einen Schritt weiter geht Brigitte Röösli. Die SP-Gemeinderätin spricht von einem wichtigen Präzedenzfall für die Stadt, der durch die «doch eher hohen» Bussen geschaffen werde.

«Angefeindet worden»

Röösli reichte im Februar vor einem Jahr eine Interpellation ein und wollte vom Stadtrat ­wissen, weshalb es von privater Seite eine Einsprache brauchte, bis die Baubehörde aktiv wurde.

«Es ist eine Genugtuung für mich, dass dieser Fall nun rechtlich abgeschlossen werden kann. Schliesslich bin ich im Gemeinderat von einigen Bürgerlichen angefeindet worden, weil ich von einer illegalen Deponie ausging.» Rückblickend habe ihr Vorstoss wohl dazu beigetragen, den Fall genauer anzuschauen.

Weder der Landbesitzer noch das Bauunternehmen waren für eine Stellungnahme zu den verhängten Bussen erreichbar.

Erstellt: 25.07.2018, 17:10 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben