Sanierung

Dachausbau statt Luxuswohnungen

Wie man den Ertrag steigert, ohne die alten Mieter hinauszuwerfen, zeigt der Umbau eines alten Hauses an der Büelrainstrasse.

Der Estrich des alten Mietshauses an der Büelrainstrasse 5 wurde in zwei attraktive, helle Wohnungen umgebaut. Die Mieter im Haus durften zu den bisherigen Konditionen bleiben.

Der Estrich des alten Mietshauses an der Büelrainstrasse 5 wurde in zwei attraktive, helle Wohnungen umgebaut. Die Mieter im Haus durften zu den bisherigen Konditionen bleiben. Bild: Marc Dahinden

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Das Haus zwischen der Villa Schanzengarten und dem Restaurant Barnabas sah nicht mehr schön aus. Die Verwaltung hatte der Hausbesitzerin vorgeschlagen, den Mietern der sechs Wohnungen zu kündigen und diese so zu sanieren, dass teuere Luxuswohnungen entstehen. Weil ihr das widerstrebte, machte die Frau sich auf die Suche nach jemandem, der sie in Sachen Umbau berät. Per Zufall stiess sie auf den Planer Steff Dobler. Gemeinsam entwickelten sie die Idee, den Estrich des 1928 erbauten Hauses in zwei lichtdurchflutete Wohnungen umzubauen und so die Mieteinnahmen zu steigern. Die anderen Mieter sollten zu den gleichen günstigen Konditionen wie bisher wohnen bleiben.Während der rund viermonatigen Bauzeit mussten die Mieter einiges an Baulärm erdulden. Der Dachstock wurde komplett erneuert und isoliert. Lukarnen und grosse Dachfenster bringen Licht in die Räume. Die Lukarnen vom Wohnzimmer haben hohe Fenster, durch die man Richtung Heiligberg auf die alten Bäume blickt. «Wir wollten erst einen Balkon bauen, aber so hat man viel mehr davon», sagt Dobler. Die Lukarnen in der Küche und dem zweiten Zimmer haben kleinere Fenster, dafür ist die Aussicht über die Dächer der Altstadt traumhaft. Ganz oben im Giebel wurde ein weiterer Raum geschaffen, von dort aus kann noch weiter in die Ferne blicken.

Die Böden werden mit Eichendielen belegt, das Bad ist komfortabel, aber nicht übertrieben luxuriös. Für rund 2000 Franken werden die beiden neuen Wohnungen vermietet.

Nur das Nötigste

Im restlichen Haus wurde vor allem die technische Ausrüstung erneuert. Das Treppenhaus ist noch im Originalzustand, genau wie die Haustür. Die Wohnungstüren wurden irgendwann einmal ersetzt. Von aussen wurde das Haus in einem warmen Alt­rot gestrichen. Später werden dann noch die grünen Fenster­läden wieder montiert. «Das gibt Winterarbeit für den Maler», sagt Dobler.

Die Ölheizung wurde durch eine Gasheizung ersetzt und die Kanalisation erneuert. Die Hausbesitzerin hat einiges in den Umbau investiert «Wir hoffen, dass die beiden neuen Wohnungen vor Weihnachten vermietet werden können», sagt Dobler. (Der Landbote)

Erstellt: 19.12.2016, 20:17 Uhr

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