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Stadträtin Meiers Debüt im Bagger

Der Spatenstich für den Anbau beim Schulhaus Laubegg bot Aufbruchsstimmung, eine Baggerpremiere und Rückschlüsse auf die Stimmung bei Rot-Grün.

Erste Amtshandlung vor Publikum. Christa Meier startet den Aushub für den neuen Anbau beim Schulhaus Laubegg.
Erste Amtshandlung vor Publikum. Christa Meier startet den Aushub für den neuen Anbau beim Schulhaus Laubegg.
Marc Dahinden

«Für alles braucht man eine Bewilligung in der Schweiz, aber einen 100-Tonnen-Bagger kann jeder ohne Prüfung bedienen.» Bauführer Lukas Schwalm sagt es mit einem breiten Grinsen, die Augen auf dem blauen Bagger gerichtet, in dem die neue Stadträtin Christa Meier (SP) gerade ihre erste Amtshandlung vollführt. Mit der grossen Schaufel an dem 25-Tonnen-Gefährt sticht sie in den Baugrund beim Schulhaus Laubegg in Dättnau. Wenn in einem Jahr die Sommerferien beginnen, soll der Neubau stehen.

Das Projekt hat eine bewegte Vorgeschichte, in dem die Politik nicht immer gut aussieht. Erst 2002, viel zu spät, bekam der Stadtteil Dättnau ein eigenes Primarschulhaus. Und bei der Einweihung war es bereits zu klein. Dies, nachdem das Projekt im Gemeinderat zurecht gespart worden war. Dieses Schicksal verfolgte das Schulhaus weiter, 2006 musste wieder gebaut werden, 2012 reichte auch das nicht mehr. Es kamen Container hinzu, 2013 wurden sie aufgestockt. Schulvorsteher Jürg Altwegg (Grüne) zeichnete diese Geschichte in seiner Rede nach und sprach von einem Schulhaus, das den betrieblichen Anforderungen immer hinterhergerannt ist.

Das Couvert für die Schüler

Mit dem Anbau des Winterthurer Büros Schneider Gmür Architekten soll jetzt alles besser werden. Wie drei Rucksäcke wird dieser an der Nordseite ans Schulhaus anschliessen. Eine eigene Erschliessung der Räume – darunter sieben Klassenzimmer sowie Zimmer für Lehrer, Logopäden und die Hauswartung – ist nicht nötig, und auch die Emissionen für den Schulbetrieb können in Grenzen gehalten werden.

Christa Meier erläuterte das Bauprogramm so: Aushub in diesen Sommerferien, Rohbau im Herbst, Innenausbau ab Januar. Immer wieder wandte sie sich an die Schülerinnen und Schüler im Publikum. Jeweils ein oder zwei Vertreter jeder Klasse waren da, um von der Bauvorsteherin ein Couvert mit Projektbildern entgegenzunehmen, mit dem Auftrag, den Umbau ihrer jeweiligen Klasse vorzustellen.

Rot-Grüne Harmonie

Meier wirkte an ihrem ersten Auftritt als Stadträtin gelöst und zugänglich, mit Altwegg agierte sie Hand in Hand. Die Rot-Grüne-Mehrheit, so schien es gestern, hat sich bereits eingespielt und die Chemie stimmt. Altwegg jedenfalls war nach den Reden kurz ausser Stande, die Fragen der Journalisten zu beantworten. «Sorry, ich muss Fotos von Christa im Bagger machen, ich habe ihr das versprochen.»

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