Winterthur

Darum brummt der Anhänger am Graben auch nachts

Der weisse Anhänger am Graben fällt nicht nur ins Auge, man hört in auch. Er ist ein Provisorium der naheliegenden Arzt-Praxis.

Magnetfelder am Graben Das mobile MR-System kommt aus Holland und bleibt voraussichtlich bis am 9. November in der Altstadt.

Magnetfelder am Graben Das mobile MR-System kommt aus Holland und bleibt voraussichtlich bis am 9. November in der Altstadt. Bild: Nathalie Guinand

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Für einmal steht nicht das Blutspendemobil oder eine Wanderbühne am Graben. Im Innern des langen, weissen Anhänger befindet sich ein MR-System.

Seit dem 18. September führt das Röntgen Institut «Radiologie Am Graben» ihre kernspintomographischen Untersuchungen in diesem Koloss durch. Nicht nur optisch fällt der Anhänger ins Auge, er erzeugt auch ein tiefes Brummen. Laut Radiologe Francesco Antonucci vom Röntgen Institut seien die Kühler des MR-Systems verantwortlich für das zu hörende Geräusch.

«Es ist zu aufwändig, die Maschine in der Nacht komplett abzuschalten»Francesco Antonucci,
Facharzt für Radiologie

Bei der Kernspintomographie (MRI) handelt es sich um ein Verfahren, welches mit starken Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet. Die Magnetfelder erzeugen Wärme und müssen daher gekühlt werden. Da das Gerät auch ausserhalb der Betriebszeiten Wärme erzeugt, laufen die Kühler ununterbrochen. «Es ist zu aufwändig, die Maschine in der Nacht komplett abzuschalten», sagt Antonucci.

Noch bis Anfang November

Das eigentliche Röntgen Institut wird zur Zeit umgebaut und erweitert. Der Umbau sei aufwändig, sagt Boris Eckhardt, der Facharzt für Radiologie und Praxis-Partner von Antonucci: «Das neue MRI-Gerät stellt hohe statische Anforderungen.» Der Anhänger mit dem mobilen MR-Systemt wird voraussichtlich bis am 9. November am Graben bleiben. Die Stadtpolzei Winterthur erteilte die Bewilligung, da sie den Betrieb des Institus nicht aufhalten wolle.

Viele Menschen, darunter auch viele Ältere, seien auf die Untersuchungen angewiesen und froh, wenn sie keine weiten Wege gehen müssten. Weiter sagte die Stadtpolizei auf Anfrage, es seien keine Lärmklagen bei ihnen eingegangen.

(Der Landbote)

Erstellt: 10.10.2018, 18:39 Uhr

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