Winterthur

Das Bruderhaus präsentiert sich frisch hergerichtet

Die Holzskulptur beim Parkplatz hat eine neue Besitzerin – und eine traditionsreiche Spenderin.Und das Restaurant hat einen neuen Pächter, der hier vorab verrät, was ab März alles anders sein wird.

Der neue Spielplatz ist nur eine von vielen Veränderungen im Bruderhaus.

Der neue Spielplatz ist nur eine von vielen Veränderungen im Bruderhaus.

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Der Spielplatz ist schon neu gebaut, der Wildparkverein sammelt Geld für ein Nerzgehege, um nach Luchs und Wolf und Urwildpferd auch diese putzigen Tierchen noch anzusiedeln, und der Stadtrat will eine Lösung umsetzen, womit der Verkehr zu den Parkplätzen besser reguliert werden kann.

Der Wildpark Bruderhaus ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Stadt und muss sich laufend anpassen, um immer noch mehr Besucherinnen und Besucher bewältigen und zufriedenstellen zu können.

Zehn Worte für eine Stiftung

Eine kleine, aber nette Neuerung gab der Stadtrat gestern bekannt. Die vier Meter hohe Holzskulptur, die seit bald vier Jahren am Weglein steht, das von den Parkplätzen zum Spielplatz führt, sei der Stadt geschenkt worden. Die edle Spenderin des Kunstwerks hat einen langen Namen und eine noch längere Geschichte. Sie heisst «Heinrich-und-Frieda-Wachter-Stiftung der Herrenstuben-Gesellschaft zu Winterthur».

Ein Geschenk: diese Skulptur gehört nun der Stadt.

Schlüsseln wir das Wortgebilde auf: Die Herrenstuben-Gesellschaft ist ein Männerbund, der seit rund 700 Jahren existiert und nur während der Helvetik nach 1798 ein paar Jahre lang inaktiv war. Heute gehören etwa 300 Winterthurer dazu, laut Tradition Behördenvertreter und Doktorierte oder wie es in den Statuten heisst: «Männer von Bildung, Rang und allgemeinem Einfluss in hiesiger Stadt». Diese Gesellschaft verwaltet das Vermögen zweier Stiftungen, die zu einer fusioniert wurden, eben jener mit dem langen Namen.

Winterthurer Tierquintett

Nun also zurück zum Kunstwerk. Der Erschaffer ist der Bildhauer Jürg Frei, dem man bei warmem Wetter oft beim Steinhauen im Atelier an der Neustadtgasse zuschauen kann. Frei schuf das Werk 2015 anlässlich der Ausstellung «Kunst ums Wild», seitdem steht die Tierpyramide mit Wildschwein, Wolf, Dachs, Eichhörnchen und Milan an besagtem Ort.

Vor einem halben Jahr kaufte die Herrenstuben-Stiftung die Skulptur und bot sie der Stadt als Geschenk an. Weil die Stadt nicht jedes Geschenk einfach so und unbesehen annimmt, verging einige Zeit, doch jetzt ist alles klar: Der Stadtrat hat das Geschenk gerne akzeptiert, verdankt und ins Inventar der Kunstsammlung integriert, die Herrenstuben-Stiftung zahlt zehn Jahre lang den Unterhalt, die Stadt garantiert ebenso lange den Standort, und der Bildhauer freut sich, dass sein Werk Bestand hat im Bruderhaus, wo es hingehört. Er hat das Lindenholz aufgefrischt und die Skulptur auf einen neuen Sockel gestellt.

Kostproben vom neuen Wirt

Neu ist auch der Pächter des Restaurants Bruderhaus: Er heisst Blerim Bajraktari und betreibt mit seinen Gesellschaften schon mehrere Restaurants, das Bruderhaus ist das fünfte. An den vergangenen sonnig-warmen Wochenenden hat seine Crew vorab schon mal gegrillt, Getränke verkauft und sich so als flexibler Gastgeber beliebt gemacht, während drinnen noch fleissig umgebaut wurde.

Das Interieur, das neue Mobiliar, die Beleuchtung, die ganze Ambiance präsentiere sich jetzt moderner, verspricht Bajraktari. An einem Kinderbuffet wirds Pasta, Chicken Nuggets, Fischstäbchen und weitere Kinderklassiker geben, und das festzeltartige Gartenmobiliar ist verschwunden. Ab 1. März wird man sich umsehen und verköstigen können, dann ist Eröffnung ab 17.30 Uhr, bei schönem Wetter draussen.

Erstellt: 22.02.2019, 18:16 Uhr

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