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«Das gehört zu unserem Berufsrisiko»

Josef Lisibach (SVP) war sichtlich enttäuscht, als klar war, dass er als gewählt, aber überzählig aus dem Stadtrat ausscheidet. Von der Abwahl wurde er überrascht.

Interview: Mirjam Fonti
Josef Lisibach (SVP) nach der überraschenden Abwahl.

Vor vier Jahren haben Sie Pearl Pedergnana (SP) aus dem Amt gedrängt, nun ereilt Sie dasgleiche Schicksal. Wie gehen Sie damit um?Josef Lisibach:Vor vier Jahren trat ich das Amt an, und nun gebe ich es eben wieder ab.

Hätten Sie mit einer Abwahlgerechnet?Nein, eher nicht, auch die Medien prognostizierten eher keine Veränderung. Aber eine Abwahl gehört zum Berufsrisiko.

Woran lag es, wie sieht Ihre Analyse aus?Die Analyse wird wohl von den Medien gemacht. Ich selber sehe mehrere Gründe. Die No-Billag-Initiative trug sicher einen Teil dazu bei. Dann gab es diese riesige Kampagne, die die SP mit sehr viel Geld gefahren hat. Inhaltlich kann ich mir nichts vorwerfen, ich habe einen guten Job gemacht. Aber das sind die demokratischen Regeln.

«Inhaltlich kann ich mir nichts vorwerfen, ich habe einen guten Job gemacht»

Sie haben nun mehrmals die Medien erwähnt, tragen die Medien in Ihren Augen eine Mitschuld an Ihrem Scheitern?Nein, es wäre falsch, die Schuld hier zu suchen. Die Medien haben nicht gewählt. Aber sie haben ihre Rolle im politischen System. Was die Medien in den letzten Wochen schrieben, war sicher nicht objektiv, aber es war nicht matchentscheidend.

Ihre Partei, die SVP, war nicht so aktiv im Wahlkampf. Könnte das eine Rolle gespielt haben?Das müssten wir mit dem Parteipräsidenten noch anschauen, aber ich glaube es nicht.

Welche Projekte hätten Siegerne noch fertig gemacht?Ich durfte kürzlich den Spatenstich zur Rampe 21 betreuen, dieses Projekt hätte ich sehr gerne fertiggestellt, das ist eine Riesengeschichte für Winterthur. Zudem wartet die Parkplatzverordnung. Das wird ein steiniger Weg, den ich gerne auf mich genommen hätte.

Was kommt nun?Jetzt trinke ich ein Bier. Ich habe einmalige Freiheiten gewonnen.

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