Winterthur

Das Gewimmel am Bahnhof wird untersucht

Eine Woche lang überwachen fünf Kameras die Passantenströme am HB.

Gleich mit fünf Kameras soll der Bahnhofsplatz analysiert werden.

Gleich mit fünf Kameras soll der Bahnhofsplatz analysiert werden. Bild: ngu

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Rund 90000 Personen queren täglich den Winterthurer Bahnhofsplatz. Das schätzt die Stadt zumindest. Genaue Zahlen über die Personenströme hat man bisher nicht. Das soll sich bald ändern. Denn die Stadt hat ein Projekt bewilligt, das ab nächstem Montag, 9. Dezember, während einer Woche die Passantenströme überwacht. Es handelt sich um ein Forschungsprojekt der schweizerischen Vereinigung der Verkehrsingenieure und Verkehrsexperten. Diese möchten auf diese Weise verschiedene Zählsysteme und Technologien testen und vergleichen und neue Erkenntnisse zu Datenmanagement und Erhebungskosten gewinnen.

Die Stadt hofft auf Daten für künftige Planungen

An fünf Standorten rund um den Bahnhofplatz und Busbahnhof werden Videokameras montiert. Die Software «verfolgt» die Bewegungen von Bussen, Taxis und Einzelpersonen. So lassen sich Erkenntnisse gewinnen, von wo nach wo wie viele Verkehrsteilnehmer unterwegs sind, und wo sich diese Verkehrsströme ins Gehege kommen. Auch die Dichte, also die Zahl der Personen pro Quadratmeter, lässt sich erheben. Diese Daten sind für die Stadt einerseits aus rein statistischen Gründen interessant. Insbesondere, falls ein ähnlicher Versuch in einigen Jahren wiederholt werden könnte. Andererseits sind Erkenntnisse über Passantenströme oder Konfliktstellen auch für laufende Planungen nützlich. Aktuell laufen gleich mehrere Studien mit langfristigem Horizont. Die Stadt untersucht, wie Winterthur im Jahr 2040 aussehen könnte und die SBB prüft, wie sich der Hauptbahnhof vergrössern liesse.

Der Datenschützer gab grünes Licht

Die einzelnen Personen sollen dabei nicht erkennbar sein. Das Projekt wurde mit dem städtischen Datenschutzbeauftragten koordiniert. Gesichter werden nur verpixelt gespeichert und die Aufzeichnungen kommen nicht der Stadt zu, sondern nur den Forschenden. Eine Neuheit ist Videoüberwachung im Bahnhofsraum ohnehin nicht; rund um den HB sind seit längerem Videokameras der SBB im Einsatz. Die Bevölkerung wird mit Plakaten am Bahnhofplatz über das einwöchige Projekt informiert. (mig)

Erstellt: 06.12.2019, 17:05 Uhr

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