Winterthur

Das gute Ende eines schwierigen Umbaus

Das städtische Versorgungsunternehmen hat lange gebraucht, um den Werkhof Schöntal in ein Bürogebäude umzubauen. Doch jetzt ist alles fertig, der Kostenrahmen wurde in etwa eingehalten, und die Chefs sagen: Alles ist jetzt besser.

Was lange währt wird endlich gut: der Umbau des Werkhofs Schöntal dauerte lange. Gestern wurde er eingeweiht.

Was lange währt wird endlich gut: der Umbau des Werkhofs Schöntal dauerte lange. Gestern wurde er eingeweiht. Bild: Marc Dahinden

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Vieles, was gestern an einem Medienumgang gezeigt und gesagt wurde, war schon bekannt: Der Umbau des Werkhofs Schöntal im Tössfeld dauerte viel länger als ursprünglich geplant, und er kam teurer zu stehen, als die 19,59 Millionen Franken, die das Volk 2011 bewilligt hatte.

Doch dank eines Nachtragskredits von 2,5 Millionen Franken und dank des Verzichts auf ein paar Details kommt man jetzt mit einem blauen Auge davon. Nach derzeitigem Wissensstand wird die Endabrechnung Totalkosten von 22,5 Millionen Franken ergeben. Zur Erklärung noch dies: In der ursprünglichen Berechnung der Baukosten waren weder eine zehnprozentige Reserve noch die Teuerung mit eingerechnet worden.

Warum ist der «Dom» so hoch?

Der Umbau war nötig, weil sich der 1996 fertiggestellte Werkhof Schöntal als viel zu gross erwies. Auch nach dem Umbau zeigt sich diese Grösse noch, vor allem im neuen Empfangsbereich, der unter den Angestellten Dom oder edler Piazza Duomo heisst.

«Der Dom ist deshalb so hoch, damit man darin einen Kandelaber hätte aufrichten können.»Stefan Fritschi, 
Stadtrat

Warum diese frühere Werkstatthalle so gross und so hoch gebaut wurde, darüber geben die Geschichten unterschiedlich Auskunft: Ein Stadtwerk-Mitarbeiter sagt, das habe der Zürcher Stararchitekt Theo Hotz damals so geplant, um das Gebäude aufzuwerten, ein anderer spricht von Kriegsreserven, die man einlagern musste, zum Beispiel 150 Hydranten.

Und Werkvorsteher Stefan Fritschi (FDP) will nochmals eine andere Version gehört haben: «Der Dom ist deshalb so hoch, damit man darin einen Kandelaber hätte aufrichten können.» Bloss: Warum hätte man eine Strassenlampe dort aufstellen sollen?

Heute ist dieser Dom wie gesagt eine eindrückliche und modern möblierte Empfangshalle für Kunden.

Man hat auch ein unterteilbares Auditorium eingebaut, und im hinteren Teil einen Zwischenboden, um weitere Raumreserven zu schaffen. «Wir haben Pläne, was dort passieren soll, aber das ist noch nicht spruchreif», sagte Stadtwerk-Direktor Marco Gabathuler und liess so ein Fragezeichen stehen.

Kabelrollen und Kaffeeecken

Gabathuler und Adrian Humbel, der extern angeheuerte Projektleiter des Umbaus, zeigten dann, wie im grossen Gebäude alles neu organisiert wurde. Die früher gegen den Dom hin offene Fahrzeughalle ist heute abgetrennt; in der Halle lagern unter anderem Rohre und Hydranten und Muffen und Stangen sowie riesige Kabelrollen, die mit Brugg oder Cortaillod angeschrieben sind und mit einem Kran auf die Fahrzeuge geladen werden, die sie dann zu den Baustellen fahren.

An mehreren Orten im umgebauten Werkhof gibt es Begegnungsorte, parallel zu jenen im Verwaltungsbebäude Superplock: Kleine Kaffeebars mit einem Stehtisch und ein paar Hockern. «Wir haben diese Zonen eingerichtet, damit sich die Mitarbeitenden austauschen können», sagte Direktor Gabathuler und ergänzte, es herrsche jetzt eine andere Kultur bei Stadtwerk.

Seit November letzten Jahres ist das so; damals zogen die letzten Stadtwerk-Leute von der Vogelsangstrasse ins Tössfeld, vor allem Leute aus den Büros. Heute arbeiten rund 300 im umgebauten Werkhof, etwa ein Drittel von ihnen im Übergwändli oder im T-Shirt, ein Drittel im Hemd, und ein weiteres Drittel pendelt zwischen Büro, Werkstatt und Lager.

A propos Lager: Das einstige Hochregallager aus den 1990er-Jahren ist längst wieder abgebaut. Die Monteure holen heute die benötigten Teile meist selber, scannen sie ein, damit der Lagerist weiss, wieviel noch parat liegt. Dies sei schneller, effizienter und nicht weniger genau als das alte Lagersystem.

(Der Landbote)

Erstellt: 01.06.2018, 16:46 Uhr

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