Gastronomie

Das «Rosa Pulver» bleibt – sicher bis Ende 2021

Als Pop up-Restaurant gestartet, zieht das «Rosa Pulver» vom Zeughausareal so schnell nicht weg.

Das Pop-up-Restaurant wurde gar im Blog von Gault Millau erwähnt.

Das Pop-up-Restaurant wurde gar im Blog von Gault Millau erwähnt. Bild: Madeleine Schoder

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«Rosa bleibt!». Trotzig und mit einem Augenzwinkern verkündet die Gastro-Crew des Rosa Pulver auf Facebook die frohe Botschaft: Das Restaurant darf bis Ende 2021 am bisherigen Standort auf dem Zeughausareal bleiben. Dort war es im letzten Frühling eingezogen, als Ersatzprojekt für das Restaurant Fritz Lambada. Im 23. Stock des Roten Turms war es im Sommer zu heiss geworden und Bauarbeiten störten den Betrieb.

Inzwischen hat die Baupolizei die Bewilligung für das Pop-up-Lokal im Zeughaus verlängert. «Das ganze Team freut sich extrem, dass es weitergeht», sagt Geschäftsführer Sam Frey. Die letzten Monate seien nicht einfach gewesen. Parallel zu den Gesprächen mit den Vermietern der Basis Winterthur GmBH und den Behörden habe man sich nach einem neuen Lokal umsehen müssen. Die Zeit drängte. Der Vertrag im Zeughaus wäre Ende Januar ausgelaufen.

Bistro weiter hinten geplant

Letztlich, so Frey, habe dem Rosa Pulver in die Hände gespielt, dass die Betreiber des Zeughaus-Areals bereits eine Baueingabe für einen Gastro-Betrieb gemacht hätten, der sämtliche Auflagen erfüllt, punkto Lüftung, Toiletten, Personalräumen und Küche. Geplant ist ein Bistro in der Mitte des langen Gebäuderiegels. Das schafft Perspektiven. Gut möglich sei, so Frey, dass das Rosa Pulver irgendwann hausintern umziehe - und dann definitiv bleibe. «Aber noch ist vieles offen. Die Gespräche laufen.»

«Das derzeit interessanteste Pop-up im Kanton Zürich.»Der Blog Gault&Millau über das «Rosa Pulver»

Sicher ist: Das Rosa Pulver hat frischen Wind in die lokale Gastro-Szene gebracht. Der Gault Millau-Blog lobte es zuletzt als «interessantestes Pop-up des Kanton Zürich.» Mit einem Koch, der vor Ideen nur so sprudle. «Obwohl er einen Ticken einfacher kocht als im «Fritz Lambada», wirken seine Gerichte noch kreativer.» Die Rede ist von Michael Dober. Mit Simona Schneider (vorher Restaurant Spitz, Zürich) leitet zudem ein neues Gesicht den Betrieb. Und dieser läuft. Im Dezember war das Rosa Pulver offenbar komplett ausgebucht, im Januar bis auf zwei Abende.

Das Zeughaus-Areal 1 wird seit zwei Jahren zum Kultur- und Gewerberaum umgebaut. Eingezogen in die Atelies und Büroräume sind bisher unter anderem eine Schuhmacherin, ein Veloladen, eine Qi-Gong-Schule und im letzten Herbst auch das Jazz-Lokal Esse Musicbar. Auch diese ist gut gestartet, nach ihrem Umzug vom Hauptbahnhof. «Unser Publikum findet uns nach wie vor. Es ist super hier, viel lebendiger», sagt Club-Betreiber Tom Schmid. Der alten Esse hinter dem Hauptbahnhof weine man keine Träne mehr nach.

Erstellt: 22.01.2020, 18:21 Uhr

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